FC Bayern: Gnabry-Leihe abhängig von Verpflichtung von Alexis Sanchez?

Michael Long
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Für acht Millionen Euro haben die Bayern vor wenigen Tagen den U21-Nationalspieler Serge Gnabry vom SV Werder Bremen verpflichtet. Nun steht eine direkte Leihe nach Hoffenheim bevor - allerdings nur, wenn der Rekordmeister Alexis Sanchez vom FC Arsenal verpflichtet.



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Wer dachte, das Verwirrspiel um die Zukunft von Serge Gnabry und dessen Verbindungen zum FC Bayern München nehmen nach den geklärten Formalitäten und der Bezahlung von acht Millionen Euro Ablöse ein Ende, der sieht sich aktuell getäuscht. Denn wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Gnabry erneut ausgeliehen werden, mit der TSG Hoffenheim sollen für das Geschäft die Rahmendetails soweit vereinbart sein. Doch erneut gibt es einen Haken in der Causa Gnabry.

So berichtet das Blatt weiter, dass eine Leihe nur dann stattfinden soll, wenn der chilenische Stürmer Alexis Sanchez aus der englischen Premier League vom FC Arsenal nach München kommt. Andernfalls hätte das Team von Trainer Carlo Ancelotti eine zu dünn besetzte offensive Außenbahn mit Kingsley Coman und den beiden alternden Stars Franck Ribery und Arjen Robben. Dort wäre Gnabry dann in jedem Fall eine brauchbare Alternative.

Geduld ist gefragt



Auch Leon Goretzka vom FC Schalke steht weiter auf dem Zettel des Rekordmeisters, doch auch hier stocken die Verhandlungen. Solange es also keine Neuigkeiten diesbezüglich gibt, werden sich auch die TSG und Manager Alexander Rosen weiter gedulden müssen. Gnabry selbst sieht die Sache nüchtern und erklärt gegenüber der Zeitung: „Jeder Spieler würde gerne Champions League spielen. Im Vordergrund steht aber das Spielen.“ Für ihn wird es so oder so in die Königsklasse gehen, vorausgesetzt die Sinsheimer überstehen die Qualifikationsrunde.


Wirklich verrückt machen braucht sich aktuell aber sowieso keine der beteiligten Parteien, denn erstens läuft noch die Europameisterschaft der U21, an der Gnabry mit der deutschen Mannschaft teilnimmt, die Saisonvorbereitung hat ebenfalls noch nicht wirklich begonnen. Auch ist noch über zwei Monate alles möglich, das Transferfenster hat noch bis Ende August geöffnet. Es wird also lediglich eine Frage der Geduld werden. Das „wie“ ist schon geklärt, es kommt nur noch auf das „wann“ an.