FC Bayern: Bei den Bayern herrscht höchste Explosionsgefahr

Das 3:0 gegen Anderlecht offenbart die Probleme der Münchner. Trainer Ancelotti ist angezählt, Ribéry angefressen. Und dann ist da noch Müller.

MÜNCHEN.  Bitte lächeln! Die Krüge hoch! Die Bayern-Profis wurden am Mittwoch nach dem Vormittagstraining zu einem vergnüglichen Termin gebeten. Ab in die Tracht beim zünftigen Lederhosen-Shooting eines Bier-Sponsors. Perfektes Timing – nach einem 3:0-Heimerfolg zum Start in die Champions League gegen Anderlecht. Könnte man meinen.

Für Geburtstagskind Thomas Müller sang die Mannschaft ein Ständchen, ansonsten aber hängt der Haussegen beim FC Bayern schief. Das 3:0 deckte zahlreiche der aktuellen Probleme des Meisters auf. Nicht nur die spielerischen, die Arjen Robben mit deutlichen Worten anprangerte: "Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du richtig Bock haben und dem Publikum was zeigen. Wir haben ohne Tempo und Rhythmus gespielt und müssen uns hinterfragen, kritisch sein. Ich will Spaß haben auf dem Platz, das hatte ich nicht." Auf die Rote Karte nach Notbremse für Anderlechts Sven Kums (11.) angesprochen, schimpfte der Niederländer: "Bei allem Respekt: Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Gegen stärkere Gegner bekommen wir so Probleme."

Trainer Ancelotti wird zur "lame duck"

Dicke Luft in München. Man hatte den Eindruck, als lägen bei den Bayern überall Zündschnüre herum. Es zischt und brodelt an allen Ecken – höchste Explosionsgefahr. Angefangen beim pragmatischen Trainer Carlo Ancelotti. Die Mannschaft spielt seit Saisonbeginn nicht so, wie sich Fans und Bosse das vorstellen. Zu ideenlos. Ohne Spielwitz, ohne Eleganz, mit wenig Harmonie. Von den Rängen kame...

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