FC Barcelona: Josep Bartomeu attackiert streikenden Arthur

Präsident Josep Bartomeu (57) vom FC Barcelona hat den seit Tagen streikenden Profi Arthur (23) scharf kritisiert. "Was Arthur macht, geht einfach nicht und ist respektlos gegenüber dem Verein, aber auch gegenüber seinen Kollegen, die hochmotiviert sind, weit in der Champions League zu kommen", sagte Bartomeu in einem Interview mit der katalanischen Tageszeitung Sport.

Arthur war nach dem Kurzurlaub zuletzt nicht nach Barcelona zurückgekehrt und ließ ausrichten, er werde in der restlichen Saison nicht mehr für den Klub auflaufen. Bartomeu bezeichnete dieses Verhalten als "disziplinlos", "unverständlich" und "nicht rechtfertigbar". Barca empfängt im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse die SSC Neapel (Samstag, 21 Uhr live auf DAZN). Im Hinspiel hatte man sich 1:1 getrennt.

Der brasilianische Nationalspieler habe "eine gewisse Wichtigkeit für die Mannschaft" und "hätte uns sicher weiterhelfen können", ergänzte der Barca-Boss. "Er hat angerufen und gesagt: 'Ich komme nicht mehr, ich bleibe in Brasilien.' Niemand hat ihm die Erlaubnis dafür gegeben. Und deshalb werden wir rechtlich dagegen vorgehen."

Arthur: Streik als Retourkutsche nach Deal mit Pjanic?

Arthurs Vertrag in Barcelona läuft offiziell noch bis 2024. Allerdings wurde bereits vor mehreren Wochen sein Wechsel zum italienischen Meister Juventus unter Dach und Fach gebracht, bei dem er nach Beendigung der Saison anheuert und einen neuen Fünfjahresvertrag erhält.

Im Zuge des Transfers war es zu Unstimmigkeiten zwischen Barca und ihm gekommen. Angeblich wollte Arthur überhaupt nicht nach Turin wechseln. Barca aber musste ihn als "Tauschobjekt" einsetzen, um sich die Dienste von Juve-Profi Miralem Pjanic zu sichern und nebenbei noch ein paar Bilanzen zu schönen.