"FAZ": US-Bank JP Morgan mietet weitere Büros in Frankfurt am Main an

Skyline von Frankfurt am Main

Im Werben um die Brexit-Banker kann Frankfurt am Main offenbar einen weiteren Erfolg verbuchen. Die größte US-Bank JP Morgan hat nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) weitere Büros an ihrem bisherigen Standort, dem Taunus-Turm, angemietet. Die Fläche reiche für 200 weitere Mitarbeiter, zitierte die Zeitung aus einer internen Mitteilung von Deutschland-Chefin Dorothee Blessing. Derzeit arbeiten 450 Beschäftigte für JP Morgan in Frankfurt.

Zusammen mit ungenutzten Flächen in den schon bestehenden Büros könnten bis zu 300 zusätzliche Mitarbeiter in den Taunus-Turm ziehen, berichtete die "FAZ". Eine Sprecherin der Bank wollte sich dazu nicht äußern.

JP Morgan will nach dem Austritt Großbritanniens sogenannte Hubs für verschiedene Geschäftsfelder in Frankfurt, Dublin und Luxemburg aufbauen. Frankfurt soll laut der Zeitung Zentrum für Investmentbanking in der EU werden.

Wegen des britischen EU-Austritts sucht eine Reihe von Finanzinstituten nach alternativen Standorten, um weiter problemlos Geschäfte in der Europäischen Union abwickeln zu können. Frankfurt liegt dabei gut im Rennen: Die US-Investmentbank Goldman Sachs will Frankfurt neben Paris zu einem Europazentrum machen, die US-Großbank Citigroup plant, die Zentrale für ihren Wertpapierhandel in der EU dorthin zu verlegen.

Im Rennen um den neuen Sitz für die EU-Bankenaufsicht war Frankfurt dagegen am Montag ausgeschieden. Den Zuschlag bekam Paris.