Favorit in den Wettbüros: Gewinnt Israel den ESC?

Die israelische Sängerin Netta Barzilai gilt als Favoritin für den ESC-Sieg. (Bild: Getty Images)

Vom 8. bis 12. Mai geht in Lissabon zum 63. Mal der Eurovision Song Contest über die Bühne. Geht es nach den Buchmachern, gibt es bereits eine klare Favoritin. 

Nicht nur die TV-Zuschauer und Fans vor Ort, auch die Wettbüros fiebern beim Eurovision Song Contest eifrig mit, schließlich haben auch die Buchmacher beim ESC alle Hände voll zu tun. Die Quoten der zum größten Teil in Großbritannien und Irland ansässigen Wettbüros kann man auf der Website „eurovisionworld.com“ ansehen.

Ein weiterer Tag, ein weiterer Künstler des #Eurovision2018 zum Kennenlernen! An der Reihe ist @NettaBarzilai, die israelische Kandidatin, die das Lied „TOY” in Lissabon singt.

Dabei zeigt sich, dass es eine klare Favoritin gibt. Geht es nach den Buchmachern, wird die israelische Sängerin Netta Barzilai mit ihrem Song „Toy“ den Wettbewerb klar für sich entscheiden. In ihrer Heimat konnte die 25-Jährige, die ihren Militärdienst in der Navy-Band leistete, mit ihrer Debütsingle die Spitzenposition der Charts erklimmen, bei einem ESC-Gewinn dürften auch andere Hitparaden dran sein. „Toy“ klingt mitnichten nach einem typischen ESC-Beitrag, sondern könnte auch getrost als Pop-Song von internationalem Hitformat durchgehen. Auch zahlreiche Fans hat die Sängerin auf ihrer Seite: So wird Barzilai unter anderem vom tschechischen Ableger des Eurovision-Fanclubs OGAE unterstützt.

Kleiner Vorgeschmack

Auf Platz zwei befindet sich bei den Buchmachern der bulgarische Beitrag „Bones“ der Gruppe Equinox, dahinter liegt der Tscheche Mikolas Josef mit dem Song „Lie To Me“. Deutschlands Beitrag „You Let Me Walk Alone“ von Michael Schulte liegt mit Platz 19 im hinteren Mittelfeld – immerhin eine Steigerung zum letztjährigen 25. Platz.

Wie Jan Feddersen in einem Kommentar für „eurovision.de“ schreibt, hat sich das Spiel mit den Favoriten mittlerweile etwas geändert. So soll das deutsche Song-Contest-Urgestein Ralph Siegel früher stets in regem Kontakt mit Kommentatoren gewesen sein, die dessen jeweiligen Beitrag als Favoriten titulierten und ihm somit einen klaren Startvorteil verschafften. Mittlerweile sei dies aber nicht mehr möglich.

Nicht alle Favoriten der Buchmacher gewinnen auch, wie Francesco Gabbani es 2017 in Kiew erfahren musste. (Bild: AP Photo/Efrem Lukatsky)

Bei allem Enthusiasmus über den israelischen Beitrag ist es allerdings noch zu früh, um siegessicher auf einen der Kandidaten zu setzen: Erstens, so Feddersen, beginne das Spiel erst vor Ort, jetzt sei erst einmal „Warmlaufen“ angesagt.

Zudem können sich auch Buchmacher mit den Favoriten täuschen. So ging der Italiener Francesco Gabbani mit seinem Beitrag „Occidentali’s Karma“ 2017 als Favorit ins Rennen – und wurde am Ende nur Sechster. Ob Israel am 12. Mai als strahlender ESC-Sieger nach Hause fahren darf, bleibt also abzuwarten.

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