Fatshaming im Flugzeug: Mann greift ein und verteidigt weinende Frau

Als Savannah Phillips mit dem Flugzeug von Oklahoma nach Chicago reiste, wurde sie Opfer von Fatshaming. Ihr Platznachbar ließ sich über ihren Körper aus, die junge Mutter verzweifelte – bis ein Mann Courage zeigte und mit seiner Aktion jetzt alle berührt.

Ein couragierter Mann rettete eine Frau im Flugzeug vor einem Höllenritt. (Symbolbild/Bild-Copyright: Volker Rauch/Shotshop/ddp images)

Savannah Phillips fühlt sich ohnehin in Flugzeugen nicht wohl. Normalerweise sucht sie sich einen Platz aus, auf dem sie allein sitzen kann und keinen Sitznachbarn hat. “Ich bin nicht die dickste Person, aber auch nicht die dünnste. Mein größter Albtraum ist es, dass sich jemand unwohl fühlt, weil er neben mir sitzen muss”, schreibt die Amerikanerin als Erklärung auf Facebook.

Doch auf ihrem Flug nach Chicago sollte alles anders sein. Sie musste einen früheren Flug wählen, weil ihr ursprünglicher aufgrund eines Sturms abgesagt wurde. So musste sie direkt neben einem Mann sitzen. Sie nahm Platz und dann wurde ihr schlimmster Albtraum wahr.

Als beide saßen, zückte ihr Sitznachbar sein Handy, das zum einen sehr groß und zum anderen auch noch sehr hell beleuchtet war. Savannah Phillips fiel es schwer, nicht hinzuschauen – zumal das Display “vielleicht 30 Zentimeter” von ihrem Gesicht entfernt war, so die Flugpassagierin. Was sie dann zu sehen bekam, trieb ihr die Tränen in die Augen: Ihr Sitznachbar schrieb jemandem eine Nachricht, dass er neben einem “stinkenden Dickerchen” sitzen müsse.

Phillips konnte ihre Emotionen nicht zurückhalten. Doch dann nahm die Situation eine glückliche Wende. Ein Mann in der Sitzreihe hinter ihr intervenierte, tippte ihrem Sitznachbarn auf die Schultern und sagte, dass sie die Sitzplätze wechseln müssten, sofort. “Warum?”, fragte dieser und bekam die Antwort: “Weil du über deine Sitznachbarin schreibst und das kann ich nicht dulden.”

Also nahm der Fremde neben Savannah Phillips Platz, sah, dass sie weinte und ermutigte sie, sich die bösen Worte nicht zu Herzen zu nehmen und dass alles gut werde. Gemeinsam sprachen sie über alltägliche Dinge und Phillips konnte wieder entspannen. Als Dank für die tolle Aktion teilte sie die Geschichte auf Facebook, in der Hoffnung, dass ihr Held gesehen werde.

“Der Name des Mannes ist Chase. Er arbeitet für Whiskey Row in Nashville. […] Er hat mir heute bewiesen, dass erstens mich nicht nur Gott sieht und zweitens es auch mehr gute als schlechte Menschen in der Welt gibt.”

Über 1.000 Mal wurde ihr Dankespost bereits geteilt und erreichte auch die Arbeitsstelle des Retters, die sehr stolz auf ihren Angestellten war und prompt einen Post über den Zwischenfall teilte.

“Wir sind so stolz, diese Geschichte über unseren General Manager Chase und seinen Umgang mit Savannah Phillips gestern im Flugzeug zu teilen. Danke an alle, die uns bezüglicher der Aktion geschrieben haben, es hat die Herzen unseres gesamten Teams erwärmt!”