Faszinierend: Diese Kunstwerke sind voll Banane

André Wagner
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Die freie Zeit, die uns der Corona-Lockdown beschert, kann man sich auf viele unterschiedliche Arten vertreiben. Anna Chojnicka aus Großbritannien widmet sich der Kunst, verwendet dabei aber eine ganz besondere Art von Leinwand.

Bananen sind nahrhaft und vielseitig verwendbar, so zum Beispiel auch als Kunstleinwand. (Bild: Getty Images)
Bananen sind nahrhaft und vielseitig verwendbar, so zum Beispiel auch als Kunstleinwand. (Bild: Getty Images)

Wenn man während des Corona-Lockdowns wahrscheinlich eines im ungewohnten Überfluss haben wird, dann ist es Zeit. Gastronomie, Fitnessstudios und Kinos haben geschlossen, kulturelle Veranstaltungen finden nicht statt und auch ein Treffen mit Freunden ist derzeit auf ein absolutes Minimum beschränkt, wenn nicht gar verboten.

Was also tun, um nicht vor lauter Langeweile und Einsamkeit langsam aber sicher depressiv zu werden? Man könnte die ungeliebte Steuererklärung machen, die man schon so lange vor sich herschiebt. Kochen lernen via YouTube-Tutorials wäre auch eine Möglichkeit oder einfach nur faul und Chips oder Plätzchen vertilgend auf der Couch abhängen und sich eine Serie nach der anderen reinziehen.

Sensationelle Kunstwerke aus Bananenschalen

Oder aber, man entdeckt versteckte Talente, die schon viel zu lange ungenutzt in einem schlummerten und dank Corona ans Tageslicht gekommen sind.

So wie bei Anna Chojnicka aus Großbritannien, die ihre Freizeit dazu verwendete, bezaubernde Kunstwerke zu schaffen und zwar – und jetzt kommt es – aus Bananenschalen. Ja, richtig gelesen, Anna Chojnicka verwandelt handelsübliche Bananen und verwendet diese quasi als Leinwand.

Sie macht sich dabei den chemischen Vorgang der Oxidation zunutze. Wir alle kennen das aus unserer eigenen Obstschale, Bananen, die eine leichte Druckstelle oder gar einen Riss in der Schale haben, reagieren an diesen Stellen mit dem Sauerstoff aus der Luft, oxidieren und werden dann braun. Und mit diesem Vorgang gestaltet Anna Chojnicka ihre Kunstbananen.

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Viel Material benötigt sie dafür nicht. Nur einen Kamm, dünne Nadeln und einen Samt- bzw. Nahtauftrenner, mehr nicht. Auch wenn man es beim Anblick ihrer Bananen kaum glauben mag, aber es ist keinerlei Tinte im Spiel.

Jetzt stickt und quetscht Chojnicka natürlich nicht einfach so planlos ins Blaue bzw. in diesem Fall ins Braune hinein, sondern geht bedacht vor. Zunächst zeichnet sie das Motiv vorsichtig vor, dann beginnt sie, die Banane mit ihrem Kamm und den Nadeln langsam zu bearbeiten. Hat sie einen ersten Teil des Motivs geschafft, lässt sie die Oxidation wirken und wenn die Stellen ihren gewünschten Bräunungsgrad erreicht haben, fährt sie mit ihrer Arbeit fort. Es ist also ein äußerst zeitaufwändiger Prozess, wenn man mit unterschiedlichen Braunabstufungen arbeiten möchte, aber Zeit ist etwas, das Anna Chojnicka während des Lockdowns reichlich hat.

Bei ihren Motiven setzt sich Chojnicka keinerlei Grenzen. Egal ob Tiere, Pflanzen, Landschaften, Menschen oder detailgetreue Porträts, es gibt kaum etwas, was Chojnicka nicht auf einer Bananenschale erscheinen lassen kann. Dabei ist ein enormes Wissen über Licht und Schattierungen vonnöten.

Jedes einzelne Kunstwerk wird verspeist

Seit Beginn des Lockdowns in Großbritannien hat Anna Chojnicka jeden Tag ein Bananen-Kunstwerk auf ihrem Instagram-Profil "banana_bruiser" gepostet, über 270 sind es aktuell. Und da dieser Zustand sicherlich noch einige Zeit anhalten wird, ist auch zukünftig noch mit weiteren Kunstwerken zu rechnen.

Etwas mehr als 1.850 Follower hat Anna Chojnicka derzeit, doch nachdem ihre Kunst-Bananen immer stärker viral gehen, dürfte diese Zahl schon bald in die Höhe schnellen.

Eine kleine Kunst-Auswahl

Und um Vorwürfen, sie würde mit ihrer Kunst nur Lebensmittel verschwenden, gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, versichert Chojnicka, dass sie jedes einzelne ihrer Kunstwerke verspeist, nachdem sie davon ein Foto gemacht hat.

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