Fast 8000 Menschen nach Protesten in Kasachstan festgenommen

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Straßenpatrouille in Almaty am Sonntag (AFP/Alexandr BOGDANOV)

Nach den gewaltsamen Protesten in Kasachstan sind nach Angaben der Behörden fast 8000 Menschen festgenommen worden. Insgesamt seien 7939 Menschen festgenommen worden, teilte das Innenministerium am Montag auf seiner Webseite mit. Das Internet, das mehrere Tage gekappt war, funktionierte wieder. Landesweit galt am Montag Staatstrauer, während die genaue Zahl der Toten weiter unklar war.

Medien hatten am Sonntag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium von mindestens 164 Toten berichtet. Hunderte Menschen wurden zudem verletzt.

Die ehemalige Sowjetrepublik war in den vergangenen Tagen von beispiellosen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften erschüttert worden. Proteste, die sich zunächst gegen steigende Gaspreise gerichtet hatten, weiteten sich zu regierungskritischen Demonstrationen im ganzen Land aus. Präsident Kassym-Schomart Tokajew machte im Ausland ausgebildete "Terroristen" für die Unruhen verantwortlich.

Tokajew hatte ein von Russland geführtes Militärbündnis um Unterstützung gebeten, das 2500 Soldaten nach Kasachstan entsandte. Die Mitgliedstaaten der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) wollten am Montag eine Online-Konferenz abhalten, darunter auch der russische Präsident Wladimir Putin.

ck/noe

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