How to: Fashionweek - so bereitest du dich richtig auf die Modewoche vor!

Die Modewoche in Berlin ist vorbei und bis Januar 2018 haben wir Zeit, uns auf eine neue und turbulente Saison vorzubereiten – doch, ganz ehrlich: Nicht wenige meiner Freunde und Bekannte schauen mich verständnislos an, wenn ich sage, dass ich mir die Woche bei der Arbeit frei genommen habe, weil Fashion Week ist. Nicht selten höre ich dann ein abfälliges „Wozu überhaupt?“ oder „Was machst du da eigentlich?“ und genau das ist der Grund, wieso ich mich dazu entschlossen habe, diesen Guide zu schreiben: Was ist die Fashion Week und was macht man da überhaupt?


Vorbereitung

Die Vorbereitung ist das A und O.
Ca 2 Monate vor dem Beginn der eigentlichen Fashionweek trudeln langsam die ersten Einladungen ein – via Mail, Post oder Instagram Postfach.
Dann gilt es, weil viele Einladungen auch Last Minute kommen, diese zu sortieren – nach Priorität oder eigenem Interesse. Nicht selten kollidieren mehrere Events miteinander, aber genau deswegen nimmt man sich vor dem Beginn der Modewoche einen Nachmittag vorher Zeit und sortiert, plant, schiebt Termine.

Wichtig ist allerdings, dass man sich, sobald man eingeladen ist, sofort erst einmal bei allen Events, die es erfordern, akkreditiert. Denn: Nur weil man eingeladen ist, heißt es nicht, dass man auch automatisch hindarf. Man muss sich dann, meist unter einem Link, der am Ende der Mail steht, akkreditieren: Das heißt, bestätigen, dass man kommt, den vollen Namen und die etwaige Begleitperson angeben.
Wenn man das erledigt hat, ist man zumindest überall offiziell angemeldet und hat dann nur noch die „Qual der Wahl“.


Zur Vorbereitung gehört ebenfalls auch das Planen der Outfits.
Informiert euch über das anstehende Wetter und passt euren Look dementsprechend an, denn ich kann euch sagen: Morgens habt ihr nicht genügend Zeit, um euch lange zu überlegen, was ihr anziehen wollt – außer, ihr könnt auf Kaffee oder Schlaf verzichten.
Das Programm in diesen Tagen ist allerdings meist so straff durchgetaktet, dass nicht wirklich viel Zeit dafür ist, vor allem nicht morgens (aber welcher Mensch hat auch morgens genug Zeit für irgendwas?).

Es geht los

Die Fashion Week startet meist damit, womit sie aufhört: Mit Parties! Dandy Diary feiert jede Saison eine Kick Off Party, die sich gewaschen hat – Stars und Sternchen maschieren dort auf und feiern bis in die Morgenstunden. Auch Coca Cola und Hashmag haben sich diese Saison nicht lumpen lassen und Kick Off Parties mit Bloggern und Influencern gefeiert.

Lasst euch eins gesagt sein – die wichtigsten Connections macht ihr auf Off Side Events und Parties. Die Shows an sich sind schön, wichtig, und der eigentliche Grund, wieso die Fashion Week existiert – doch für Kooperationspartner oder Vitamin B sind vor allem die (oftmals feucht-)fröhlichen Parties von hoher Wichtigkeit.
Off Side Events, die oft auch tagsüber stattfinden (wie zum Beispiel die Hashmag Lounge, das Fashion Blogger Café oder der „Leck mich am Hashtag“ Brunch) könnt ihr ein paar Tage vorher ganz einfach auf der offiziellen „Line Up“ Seite der Fashion Week einsehen.
Vergesst nur nicht, euch zu akkreditieren! (Punkt 1)

Spotted: Marlene Hosen sind auch im nächsten Jahr noch ein Trend

Tipp: Trinkt niemals zu viel. Wenn ihr lallt, blank zieht oder euch an nichts erinnern könnt macht das nicht wirklich den besten Eindruck. Das sage ich explizit auch deswegen, weil man generell niemals auf einer Fashion Week Party für irgendwas zahlen muss: Mein Problem, wenn es Free Food gibt, denn ich rolle dann immer aus absolut jedem Laden raus #icameforthefood.
Deswegen: Finger weg von übertriebenen Alkoholexzessen!

Sei ausgerüstet

Volle Akkus sind nicht nur wichtig, wenn es um deine eigene Energie geht. Auch wenn die Parties, die praktisch jeden Tag stattfinden, kräftezehrend sind, so achte doch darauf, genug Schlaf zu kriegen – wer weiß, vielleicht wirst du von einem Streetstyle Fotografen erwischt
Aber auch für deine Kamera und für dein Handy sind volle Akkus unverzichtbar: Habe am besten immer einen Ersatzakku für die Kamera und eine Powerbank für`s Handy dabei. So kannst du in aller Ruhe snappen und Instagram mit Outfits versorgen.
Wichtig ist auch eine zweite SD-Karte, falls du mehr Bilder als geplant machst – und natürlich Visitenkarten, die du an mögliche Kunden oder Kooperationspartner verteilen kannst.

Und das wichtigste: Habe Spaß!

Natürlich ist die Modewoche für Influencer, PR Agenturen, Journalisten oder Blogger immer Arbeit. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit unserem Job privilegiert sind und nicht aus den Augen verlieren sollten, dass wir uns alle immer wieder sehen und die Fashion Week oftmals eine Art Familien- oder Klassentreffen ist. Man sieht Leute wieder, die man nur zwei Mal im Jahr sieht, kann sich unterhalten, austauschen, was es neues im Leben gibt und zusammen essen gehen (wenn man nicht schon im „Foodcoma“ ist von all den Events)


Genießt eure Fashion Week und achtet darauf, auch ein paar „echte“ Kontakte kennenzulernen – dann macht es noch viel mehr Spaß!