Fans rechnen mit Gladbach ab

·Lesedauer: 2 Min.
Fans rechnen mit Gladbach ab

Das sieht deutlich nach Entzweiung aus. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Nach dem 3:3 gegen den SC Freiburg sind die Fans von Borussia Mönchenglachbach deutlicher denn je auf Distanz zu ihrem Team gegangen.

Als Kapitän Lars Stindl nach dem selbst erzielten Last-Minute-Ausgleich mit seinen Kollegen vor den Block der mitgereisten Anhängern gehen wollte, schallte den Fohlen Frust und Häme entgegen („Ihr seid so lächerlich!“).

Bereits während der Partie war den Profis Ablehnung entgegengeschlagen. Auf einem Riesenplakat hatten Fans geschrieben: „Kein Kampf, kein Wille, kein Charakter — ihr seid eine Schande für Stadt und Verein.“

Eine Anspielung auf die Vorwochen-Pleite im Rheinderby gegen den 1. FC Köln (1:3). (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bemerkenswert: Selbst als die Borussen nun gegen Freiburg - im Hinspiel hatte es übrigens noch ein 0:6 gegeben - mit 2:0 in Front lagen, wurde das Schmäh-Banner nicht abgehängt.

Die Abrechnung der eigenen Fans, die auch Gladbachs Reservisten und Joker beim Auslaufen auspfiffen, ging nach Abpfiff auch an Coach Adi Hütter nicht spurlus vorbei.

„Man muss gewisse Enttäuschungen unserer Fans auch verstehen. Die Saison ist einfach nicht zufriedenstellend. Deswegen muss man Ungeduld bei einem großen Verein wie Borussia Mönchengladbach manchmal auch verstehen. Es ist nicht gut, keine Frage“, so der Coach.

Zuspruch gab es während der Pressekonferenz wenigstens vom Trainer-Kollegen Christian Streich: „Es ist nicht einfach, wenn es mal nicht so läuft.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der Freiburger mahnte: „Die Fans dürfen nicht vergessen, dass du nicht immer nur um die Champions League spielen kannst, auch nicht mit Gladbach. Sie müssen schauen, dass sie vernünftig bleiben. Das ist wichtig für den Trainer, die Mannschaft und das Umfeld. Ein Derby zu verlieren, ist nicht der Weltuntergang.“

Alles zur Bundesliga bei SPORT1:


Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.