"Ich fand es schwer, ich selbst zu sein": Selena Gomez spricht über ihre Depressionen

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Zum Schutz ihrer Psyche verzichtet Selena Gomez auf Social Media. (Bild: 2021 James Devaney / GC Images)
Zum Schutz ihrer Psyche verzichtet Selena Gomez auf Social Media. (Bild: 2021 James Devaney / GC Images)

Selena Gomez wurde lange Zeit von Depressionen und Ängsten geplagt. In einem Interview sprach die Schauspielerin und Sängerin nun offen über ihre Probleme und darüber, wie sie sie bekämpft.

Seit ihrer Kindheit steht Selena Gomez im Rampenlicht: Vor allem ihre Auftritte in Disney-Serien wie "Hannah Montana" oder "Die Zauberer vom Waverly Place" machten sie bereits als Teenager weltberühmt. Hinzukamen ihre Beziehungen mit den Sängern Nick Jonas und Justin Bieber. Dass sie dadurch häufig unter Druck gestanden haben muss, ist verständlich. Dass Gomez jedoch unter Depressionen und Ängsten leidet, war bislang allerdings weniger bekannt. In einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitschrift "InStyle" sprach die inzwischen 29-Jährige nun offen über ihre Probleme in den vergangenen zwei Jahren.

"Mir wurde bewusst, dass meine kleine Welt kompliziert ist, aber das Bild ist viel größer als das, womit ich mich beschäftige", erklärte Gomez. "Ich habe Probleme mit Depressionen und Angstzuständen, und ich fand es schwierig, ich selbst zu sein." Vor allem ihr Umgang mit den sozialen Netzwerken sei zunehmend zum Problem geworden: "Irgendwann wurde Instagram meine ganze Welt und das war wirklich gefährlich", erinnerte sich die gebürtige Texanerin: "In meinen frühen 20-ern fühlte ich mich, als sei ich nicht hübsch genug." Je älter sie wurde desto mehr sah sie ein, dass sie die Kontrolle über ihre Gefühle zurückgewinnen müsse: "Ich wollte in den Spiegel schauen und stolz darauf sein können, wer ich bin."

"Ich glaube fest an die Therapie"

Gomez, die allein auf Instagram 287 Millionen Follower hat, fuhr fort: "Eine Pause von den sozialen Medien zu nehmen, war die beste Entscheidung, die ich je für meine psychische Gesundheit getroffen habe." Inzwischen lässt die Schauspielerin wohl auch andere Menschen für sie posten: "Ich habe ein System kreiert, wo ich meine Passwörter nicht habe. Und der unnötige Hass und die Vergleiche verschwanden, sobald ich mein Handy wegsteckte", erklärte sie.

Nach einem emotionalen Zusammenbruch 2018 begann sie zudem eine Verhaltenstherapie. Ihre positiven Erfahrungen damit möchte sie nun mit anderen Betroffenen teilen: "Ich glaube fest an die Therapie, und ich fühle mich immer so sicher, wenn ich mich um mich selbst kümmere. Wenn ich nicht in bester Stimmung bin und meine Freunde mich einladen, gehe ich nicht hin." Sie habe inzwischen auch keine Angst mehr, etwas zu verpassen. Vor kurzem gründete Gomez eine Online-Plattform namens "Wondermind", durch die psychische Probleme entstigmatisiert werden sollen. Dennoch erlebt auch Gomez teilweise Rückschläge in ihrer Genesung: "Manchmal treibe ich mich selbst zu sehr an und das holt mich ein. Aber ich versuche, alles so gut wie möglich auszubalancieren. Ich bin gerne für meine Freunde da und feiere jeden. Aber ich muss auch dafür sorgen, dass es mir gut geht. Denn wenn es mir nicht gut geht, kann ich für andere Menschen nicht gut sein."

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