Fan-Villages an anderen Strecken: Frankreich-Promoter mit neuen Ideen

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Die MotoGP-Saison 2020 fand praktisch unter Ausschluss der Fans statt. Lediglich bei den Rennen in Misano (Italien) und Le Mans (Frankreich) war eine beschränkte Zuschauerkapazität zugelassen. In Le Mans wurden die Tribünen lediglich am Sonntag für 5.000 Fans geöffnet.

Man entschied sich nur für den Renntag, um Menschenansammlungen auf beispielsweise den Campingplätzen zu vermeiden. Ob im nächsten Jahr Fans die Rennen besuchen dürfen, ist derzeit völlig unklar. Alles hängt von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie ab.

"Ich bin realistisch, aber auch optimistisch", sagt Claude Michy, der Promoter des Grand Prix von Frankreich. "Wir müssen an die Zukunft glauben. Das Rennen wird am 16. Mai stattfinden. Das Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich willkommen zu heißen."

"Es hängt natürlich alles nicht von uns ab, aber wir arbeiten bereits an Konzepten, damit so viele Fans wie möglich kommen können. Ich bedanke mich auch bei jenen 20.000 Fans, die ihre 2020er-Tickets für 2021 behalten haben."

"Wir müssen aber abwarten, wie sich die Situation mit dem Virus weiterentwickelt und welche Auflagen wir von den Behörden erhalten", sagt Michy. "Wir müssen an die Zukunft glauben, dass sich die Situation verbessert. Eines Tages wird es besser sein."

Wie viele Fans 2021 die Rennen besuchen dürfen, ist völlig offen

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Wie viele Fans 2021 die Rennen besuchen dürfen, ist völlig offenLAT

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Der Promoter arbeitet auch an einem alternativen Konzept, damit so viele Fans wie möglich MotoGP-Atmosphäre erleben können. Man plant an fünf Rennstrecken, die über Frankreich verteilt sind, ein Fan-Village mit Sicherheitskonzept zu installieren.

Dort können Fans zusammenkommen und die Rennen gemeinsam auf großen Leinwänden verfolgen. Einerseits kann man so mit einem Sicherheitskonzept mehr Fans begrüßen, andererseits ist es auch eine weitere Einnahmequelle für den Promoter.

Diese Fan-Villages will man an den Rennstrecken Circuit Carole, Pole Mecanique Ales Cevennes, Chambley, Dijon-Prenois und Nogaro aufbauen. "Die Idee ist, dass Fans, die nicht zum Grand Prix kommen können, ihn auf eine andere Art erleben können", sagt Michy.

"Diese Fan-Zone funktioniert in Le Mans sehr gut. Wir kopieren sie für fünf andere Rennstrecken. Es wird Verkaufsstände, große Leinwände und eine Interaktion mit den Fahrern und den Leuten beim Grand Prix geben." Diese Fan-Villages sollen nur Samstag und Sonntag geöffnet sein.

Der Eintrittspreis soll bei 20 Euro liegen. Kinder dürfen in Begleitung eines Erwachsenen gratis kommen. "Wir wollen die Leute genauso wie in Le Mans willkommen heißen", sagt Michy. "Wir wollen innovativ sein und die Leute einbinden. Wir wollen es mehr Menschen ermöglichen, die MotoGP zu erleben, wenn sie nicht nach Le Mans kommen können."

Mit Bildmaterial von PHA.