Fan-Forscher Pilz kritisiert Sportverbände: "Erst das Fressen, dann die Moral"

·Lesedauer: 1 Min.
Fan-Forscher Pilz kritisiert Sportverbände: "Erst das Fressen, dann die Moral"
Fan-Forscher Pilz kritisiert Sportverbände: "Erst das Fressen, dann die Moral"

Fan-Forscher Gunter A. Pilz hat die großen Sportverbände wie den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) für ihr Streben nach Profit ohne moralischen Kompass heftig kritisiert. "Ich sage immer: Erst das Fressen, dann die Moral. Ist auch bei UEFA und FIFA so", äußerte der renommierte Sportsoziologe in der Rheinpfalz auch mit Blick auf die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den Fußball-Weltverband FIFA.

"Man sieht das Dilemma zum Beispiel beim DFB. Als ob er nicht schon genug Probleme hätte, wird plötzlich die Ablösung von Lufthansa zu Qatar Airways als Sponsor diskutiert", sagte Pilz: "Zwar ruderten alle Verantwortlichen erstmal zurück, und ich bin mir sicher, dass es da auch zu keinem Vertragsabschluss kommen wird, aber allein, dass es Gesprächsthema ist, finde ich grenzwertig."

Laut Pilz habe der DFB "also offensichtlich nicht sehr viel begriffen in Sachen Menschenrechte und Homophobiefeindlichkeit". Es fehle den Verantwortlichen "an Sensibilität".

Kein Verständnis hat Pilz auch für die FIFA und das IOC. Die Fußball-WM hätte laut dem Wissenschaftlicher "nicht nach Katar" gehen dürfen: "Und ich verstehe auch das IOC nicht, dass Sotschi Austragungsort der Olympischen Spiele war, dass 2022 Peking dran ist."

Für Pilz ist klar, dass "starke wirtschaftliche Interessen" eine große Rolle spielen: "Der Sport steht zwar für Werte, ist aber abhängig von Sponsoren, Industrie, Geld. Das wird sich auch nicht ändern."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.