Nach Fan-Ärger: Köln muss auf UEFA-Urteil warten

Bei der Rückkehr des 1. FC Köln in die Europa League sorgten einige wenige Köln-Fans für Ärger

Bundesligist 1. FC Köln muss nach dem Fan-Chaos im Rahmen des Europa-League-Spiels beim FC Arsenal (1:3) weiter auf eine Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) warten.

Wie der Kontinentalverband am Freitag mitteilte, wurde ein Ethik- und Disziplinarinspektor eingesetzt, der die Untersuchung leiten soll. Dieser werde Kontakt zu beiden Vereinen aufnehmen, um zu klären, in welchem Ausmaß sie verantwortlich für die Vorkommnisse in London waren.


Am 14. September hatte der Anpfiff des Spiels "aus Sicherheitsgründen" um eine Stunde nach hinten verlegt werden müssen. Hauptgrund waren große Verzögerungen beim Einlass. Zu Beginn des Abends hatten zudem rund 50 Kölner Anhänger versucht, einen Block zu stürmen, und waren auch später im Stadion negativ aufgefallen.

2900 Karten hatte Arsenal für den offiziellen Gästeblock an den Bundesligisten weitergegeben, nur mit diesen Tickets sollten Kölner Fans ursprünglich Zugang zum Stadion erhalten. Insgesamt waren aber rund 15.000 Auswärtsfans in der Stadt.


Tausende von ihnen hatten Tickets für Plätze außerhalb des Gästeblocks erworben, viele waren auch ohne Ticket nach London gereist. Der Versuch, Tausende Fans auszusortieren, führte zu den Verzögerungen, letztlich durften doch alle Kölner mit einem gültigen Ticket das Spiel verfolgen.

Schon einen Tag nach dem Spiel hatte die UEFA mitgeteilt, dass dem 1. FC Köln im Rahmen der Untersuchung Zuschauer-Ausschreitungen, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, das Werfen von Gegenständen und Sachbeschädigung zur Last gelegt werden. Gegen Arsenal wird ermittelt, weil der Zugang zum Gästeblock versperrt wurde.