Familienministerin Spiegel warnt vor Kontaktbeschränkungen für Kinder

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BERLIN (dpa-AFX) - Kurz vor Beginn der Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Pandemie hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) vor zusätzlichen Einschränkungen für Kinder und Jugendliche gewarnt. "Über neue Einschränkungen für Kinder und Jugendliche dürfen wir nicht zuerst, sondern erst zuletzt sprechen, wenn dies unvermeidbar ist", sagte Spiegel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Wenn über "dringend notwendige strikte Kontaktbeschränkungen" gesprochen werde, dann müsse es "um den Alltag von Erwachsenen gehen: um das Arbeitsleben, um Freizeit und private Kontakte", erklärte die Grünen-Politikerin weiter.

Es sei richtig, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren von privaten Kontaktbeschränkungen auszunehmen. "Gerade jetzt brauchen Kinder und Jugendliche Weihnachten im engen Kreis ihrer Familien ganz besonders, um wieder Kraft zu tanken", sagte Spiegel. Kinder hätten in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren "besonders gelitten". Ihr Alltag in Kitas und Schulen sei "viel stärker eingeschränkt" gewesen als der Arbeitsalltag von Erwachsenen, sagte sie. Das müsse bei den anstehenden Beratungen von Bund und Ländern berücksichtigt werden.

In einer Videokonferenz wollen die Ministerpräsidentinnen und

-präsidenten der Länder zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

am Nachmittag über mögliche Verschärfungen im Kampf gegen die neue Virusvariante Omikron beraten. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor angesichts der sich abzeichnenden fünften Pandemiewelle sofortige maximale Kontaktbeschränkungen gefordert.

Familienministerin Spiegel warb erneut dafür, die Corona-Impfungen für Kinder "in größtmöglichem Tempo" auszuweiten. "Gerade mit Blick auf Omikron ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche durch die Impfung bestmöglich zu schützen."

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