Familie: Wenn die Kinder Nachwuchs kriegen: Wie ich lernte, Großmutter zu sein

Unsere Autorin mit ihrer Enkeltochter

Ich habe meine Großmutter geliebt. Sie war dick, gemütlich und ängstlich, hat gern gekocht, geschneidert und Geschichten von früher erzählt. Am schönsten war es abends, wenn meine Schwester und ich bei ihr übernachtet haben und schon in den Betten lagen. Dann ist sie noch mal die Treppen in unser Zimmer hochgestiegen und hat gefragt, ob wir noch etwas essen wollen. Oft gab es dann Schokoladenpudding oder Kompott.

Oma war immer zu Hause und sie hatte immer Zeit für uns. Manchmal haben wir zusammen alte Fotos angeschaut und wir Kinder haben jedes Mal gestaunt, wie schön unsere Oma früher war und wie jung.

Nun bin ich selbst eine Oma. Ich bin nicht dick, nähen kann ich auch nicht und Zeit habe ich selten, noch jedenfalls. Ängstlich bin ich allerdings und Geschichten erzähle ich auch gern. Alles andere kann noch werden. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, für meine Enkeltochter da zu sein, ihr was Schönes zu kochen und auch alte Fotos mit ihr anzusehen. Wahrscheinlich gibt es nach dem Zähneputzen bei mir keinen Schokoladenpudding mehr. Aber das ist eine andere Geschichte. Bis dahin ist es außerdem noch Zeit, meine Enkeltochter ist gerade einmal ein Vierteljahr alt. Und ich muss das Omasein noch üben.

Wir wollen unsere Schwiegertöchter und töchter noch besser verstehen

Deshalb habe ich kürzlich an der Großelternschule des St. Joseph-Krankenhauses teilgenommen. Hebamme Helga Albrecht bietet seit Jahren dort etwa alle zwei Monate einen vierstündigen Kurs an, um künftigen oder gerade ge...

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