Der Fall Wirtz: Baumgart stichelt gegen Leverkusen

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Der Fall Wirtz: Baumgart stichelt gegen Leverkusen
Köln-Trainer Steffen Baumgart.

Die Rückkehr des Leverkusener Jung-Nationalspielers Florian Wirtz zu seinen Kölner Wurzeln beschäftigt vor dem Rheinderby am Sonntag (15.30 Uhr) auch Steffen Baumgart.

„Der beste Leverkusener ist ein Kölner Junge“, stichelte der Trainer des 1. FC Köln in Richtung des vermögenderen Nachbarn und spielte im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf die Umstände des Transfers an, die in Köln noch immer für Misstöne sorgen. 

Um den Wechsel im Januar 2020 möglich zu machen, habe Bayer Leverkusen eine Vereinbarung zwischen den beiden Klubs und Borussia Mönchengladbach, sich gegenseitig keine Talente abzuwerben, „aufgekündigt. Daran sehen wir, in was für einem Geschäft wir uns bewegen“, sagte Baumgart. 

Baumgart: Da kann Köln nicht mithalten

Wirtz war bei seinem Wechsel 16 Jahre alt und kostete Leverkusen eine Ausbildungsentschädigung in sechsstelliger Höhe. Heute soll er 65 Millionen Euro wert sein.

Baumgart legt Wert darauf, dass Leverkusen Wirtz nicht „entdeckt“ habe. 

„Selbst wir in Paderborn hatten den Jungen auf dem Schirm, ohne dauernd die U17 oder die U19 anzuschauen“, sagte Baumgart, der im Sommer aus Ostwestfalen an den Rhein gewechselt war: „Der 1. FC Köln hat vielleicht an der einen oder anderen Stelle nicht schnell genug reagiert, aber auf der anderen Seite müssen wir sagen, dass da eine Menge Geld geflossen ist. Da sind wir einfach nicht in der Lage, mitzuhalten. Das ist Fakt.“

Der offensive Mittelfeldspieler Wirtz (18) ist in Pulheim bei Köln geboren und in der Nachwuchsabteilung des FC ausgebildet worden.

Nach seinem Wechsel nach Leverkusen reifte er in Rekordzeit zum Leistungsträger und Nationalspieler. In dieser Saison war er in sieben Bundesligaspielen bereits an zehn Treffern direkt beteiligt (vier Tore, sechs Vorlagen). Viermal spielte er bislang in der DFB-Elf unter Bundestrainer Hansi Flick.

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