Fall Skripal: Briten wollen Erklärung von Russland

Bis Mitternacht soll sich Russland dem Willen der britischen Regierung nach gegenüber der „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ erklären. Die britische Premierministerin Theresa May hatte gesagt, aus ihrer Sicht sei es höchst wahrscheinlich, dass Russland für die Vergiftung Sergej Skripals und seiner Tochter verantwortlich sei. An diesem Vormittag kam in London erneut ein Krisenstab mit Mitgliedern der Regierung zusammen.

Für die Briten - und auch Außenminister Boris Johnson - scheint sicher, dass Russland in den Fall verwickelt ist. „Das ist Teil des Verhaltensmusters Wladimir Putins und seines Regimes", so Johnson. „Man sieht diese skrupellose Unterstützung des Einsatzes chemischer Waffen in Syrien und auf den Straßen von Wiltshire in unserem Land. Bestärkt fühle ich mich durch die Entschlossenheit unserer Freunde, an unserer Seite zu stehen.“

Johnson erklärte, Großbritannien erhalte unter anderem Rückhalt aus den Vereinigten Staaten, aus Frankreich und Deutschland. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies die Vorwürfe aus Großbritannien zurück, man habe mit der Vergiftung von Vater und Tochter nichts zu tun.