Fall Gnabry: So nutzte der FC Bayern Arsenal und Werder Bremen aus

Serge Gnabry wurde im Sommer 2016 vom FC Bayern München verpflichtet? Stimmt nicht? Stimmt doch! Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat das in einem Interview mit dem Münchner Merkur bestätigt.

Serge Gnabry war im vergangenen Fußball-Jahr an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen. (Bild: Getty Images)

Im Sommer 2016 war Gnabry vom FC Arsenal in die Bundesliga gewechselt. Der SV Werder Bremen erhielt den Zuschlag, doch schon damals keimten Gerüchte auf, dass der FC Bayern seine Finger im Spiel hatte. Dies dementierten die Bremer immer wieder vehement, die Bayern schwiegen.

Sportdirektor Frank Baumann hatte wiederholt betont, dass Gnabry alleine Bremen gehören würde. Rummenigge setzte dem Lügengebäude nun ein Ende: “Bei seiner Verpflichtung vor zwei Jahren war ich ein bisschen der “Spiritus Rector” (lat.: Führender Geist) […] Bremen und Hoffenheim waren wichtige Schritte.”

Bayern sparte Geld mit Bremen-Transfer

Tatsächlich haben die Bayern also 2016 zugeschlagen und Gnabry anschließend bei Werder geparkt. Experte Raphael Honigstein hatte damals gegenüber Sport1 erklärt: “Der Preis wäre höher, wenn Bayern bei Arsenal wegen Gnabry nachfragt. Wenn Werder fragt, sagt Arsenal: Mehr als fünf Millionen Euro können sie sich nicht leisten.”

Ein Jahr später, im Sommer 2017, zog der FC Bayern plötzlich die Ausstiegsklausel von Gnabry und holte den deutschen U-Nationalspieler nach München. Von dort aus wurde er an die TSG 1899 Hoffenheim verliehen und entwickelte sich nochmals weiter.

Cleverer Transfer vom FC Bayern

Nun erwartet man beim FC Bayern, dass Gnabry in die Fußstapfen von Arjen Robben und Franck Ribery tritt. “Er soll jetzt bei uns nicht nur ein Backup sein”, sagte Rummenigge. Das passt zu Berichten der SportBild, denen zufolge Neu-Trainer Niko Kovac ebenfalls auf Gnabry setzen will.

Sollte Gnabry den Erwartungen gerecht werden, hätte der FC Bayern einen cleveren Transfer getätigt. Und auch Bremen sowie Hoffenheim erfreuten sich ein Jahr am Offensivspieler. Und die Aussagen von Willi Lemke aus dem Sommer 2016 sind nun endlich einzuordnen: “Ich finde es sehr clever und sehr kreativ, was Frank Baumann hinbekommen hat.“