Fahrradclub ADFC wirbt für CO2-Vermeidung durch Ausbau von Radverkehr

Fahrradfahrer in Dresden

Der Radfahrerverband ADFC hat vor der Klimakonferenz in Bonn und mit Blick auf die Jamaika-Verhandlungen in Berlin für CO2-Vermeidung durch den massiven Ausbau von Radverkehr vor allem in den deutschen Städten geworben. "Durch mehr Radverkehr kann Deutschland jährlich mindestens drei Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen", erklärte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Donnerstag mit Verweis auf eine Studie des Bundesumweltamts.

Der Club kritisierte die bisherige Fixierung auf das Thema Auto in der verkehrspolitischen Debatte. "Deutschland hat verlernt, Mobilität ohne Motor zu denken. Der beste alternative Antrieb sind aber die eigenen Beine", erklärte ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. Nötig seien daher unter anderem bessere Radwege, um mehr Anreize zu setzen. Den Angaben zufolge hat das Fahrrad in Deutschland derzeit einen Anteil von rund elf Prozent am Gesamtverkehr.

Die diesjährige UN-Klimakonferenz beginnt am Montag in Bonn. Dort geht es um die technische Umsetzung des internationalen Klimaschutzabkommens, das Ende 2015 in Paris vereinbart worden war.