Fahrradclub ADFC kritisiert langsamen Ausbau des Radwegenetzes

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Der Fahrradclub ADFC hat die "politische Mutlosigkeit" beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur kritisiert. Obwohl im Corona-Jahr 2020 so viele Räder verkauft worden seien wie nie zuvor, komme die Verkehrswende nicht aus den Startlöchern, erklärte der ADFC am Montag. Der Verband forderte ein verbindliches Maßnahmenprogramm.

"Den Ländern und Kommunen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und Fahrrad, Fuß und Nahverkehr mehr Platz und Priorität in der Stadtplanung einräumen, gratulieren wir ausdrücklich zu einer zukunftsorientierten Politik", erklärte die ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters. "Den anderen rufen wir zu: Fangt endlich an!"

Die Bundesregierung habe ihr eigenes Ziel im ablaufenden Nationalen Radverkehrsplan verfehlt, den Radverkehrsanteil auf 15 Prozent zu erhöhen, kritisierte der Club. Erreicht worden seien Studien zufolge lediglich elf Prozent. Deutliche Wachstumsraten verzeichneten nur die Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und besonders in Brandenburg sei die Entwicklung dagegen rückläufig.

Der ADFC lobte das Klimapaket "mit seinem Bekenntnis der Bundesregierung zum kraftvollen Ausbau der Radinfrastruktur zulasten von Kfz-Flächen". Allerdings gehe es trotz guten Willens viel zu langsam voran, hieß es.

smb/cax