Fahrgastverband Pro Bahn fordert Gesetzesänderungen nach Sturmchaos bei der Bahn

Aufräumarbeiten bei der Bahn nach Sturm "Xavier"

Als Reaktion auf die flächendeckenden Zugausfälle nach den jüngsten Stürmen hat der Fahrgastverband Pro Bahn von den Verkehrsministern von Bund und Ländern Gesetzesänderungen gefordert. Verwaltungen könnten so etwa in die Lage versetzt werden, Baumrückschnitte auf Privatgrundstücken durchzusetzen, sagte Vizechef Lukas Iffländer am Donnerstag im Südwestrundfunk. Vorbild könnten entsprechende Regeln im Bundesfernstraßengesetz sein.

So hätten die Behörden an Autobahnen solche Befugnisse auf angrenzendem Grundstücken, sagte Iffländer. Dies sei bei der Bahn anders. Außerdem könne die Politik die Vorschriften für den Bauschnitt verschärfen. Pro Bahn äußerte sich vor dem Hintergrund der Herbsttagung der Verkehrsminister am Donnerstag und Freitag im niedersächsischen Wolfsburg. Dabei soll es einem Medienbericht zufolge auch um das Thema Unwetterschäden bei der Bahn gehen.

Nach den schweren Herbststürmen "Xavier" und "Herwart" hatte die Deutsche Bahn großflächig ihren Betrieb eingestellt und konnte Strecken teilweise tagelang nicht bedienen. Grund waren Schäden durch umgestürzte Bäume an Gleisen und Oberleitungen. Die gravierenden Behinderungen und die Informationspolitik des Unternehmens während der Stürme sorgten für scharfe Kritik.