Fahrgäste im Nahverkehr müssen vielerorts mehr bezahlen

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Berlin (dpa) - In vielen Regionen steigen mit dem Jahreswechsel die Fahrpreise für Busse und Bahnen im Nahverkehr. Die Verkehrsverbünde begründen die Preisrunde vor allem mit höheren Kosten für Personal sowie Diesel und Strom.

Viele Betriebe betonen, dass sie die gestiegenen Kosten nur teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Dabei gibt es eine große Spanne. Je nach Verkehrsverbund steigt der durchschnittliche Tarif um bis zu 5,5 Prozent. Teilweise ändern sich die Preise nach den Beschlüssen der vergangenen Monate dagegen gar nicht.

Im abgelaufenen Jahr waren Fahrkarten nach Berechnungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) durchschnittlich rund 1,5 Prozent teurer geworden. Ein Einzelticket im Stadtverkehr kostete im bundesweiten Durchschnitt 2,74 Euro, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutlich teurer wird es im Großraum Nürnberg 

Im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg gab es jedoch seit drei Jahren keine Tariferhöhung, dort steigen die Tarife deshalb nun um durchschnittlich 5,5 Prozent. Die Stadt Nürnberg selbst ist davon ausgenommen. In München und Umgebung wurde es schon Mitte Dezember deutlich teurer: plus 3,7 Prozent.

Erhöhungen deutlich unter der Inflationsrate gibt es in Stuttgart und Umgebung (2,5 Prozent), im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (1,7 Prozent) und in den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg und Rhein-Main (je 1,5 Prozent). In Hamburg und Umgebung beträgt der Aufschlag 1,3 Prozent.

Keine Erhöhung in Bremen, Berlin und Brandenburg 

Für Fahrgäste in Bremen und seinem niedersächsischen Umland sowie in Berlin und Brandenburg ändert sich nichts. Dort wollen die Verkehrsverbünde nach dem Fahrgastrückgang in der Corona-Pandemie die Kundinnen und Kunden mit stabilen Preisen zurück in Busse und Bahnen holen.

Für einen leistungsstarken und wirtschaftlich gesunden ÖPNV spielten Fahrgeldeinnahmen eine entscheidende Rolle, hatte der VDV deutlich gemacht. Wie sich die Ticketpreise vor Ort entwickeln, entschieden die Verantwortlichen mit den Kommunen je nach wirtschaftlicher Situation.

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