Ist das Fahren mit Lenkradhülle erlaubt?

Das Lenkrad ist die wichtigste Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug. Eine Lenkradhülle ist daher nur erlaubt, wenn ein anerkanntes Prüfzeugnis vorliegt. Foto: Sven Hoppe/dpa

Ein Lenkrad kann nach einigen Jahren hässliche Gebrauchsspuren aufweisen. Unter einer Lenkradhülle sind diese jedoch nicht mehr zu sehen. Wer sich ein solches Zubehör anschafft, sollte zu zertifizierten Produkten greifen.

Essen (dpa/tmn) - Wer etwa einen Gebrauchtwagen kauft und sich nicht mit einem verkratzten Lenkrad anfreunden kann, sucht nach einer passenden Lenkradhülle. Sportliche Fahrer bevorzugen einen Lederüberzug, andere empfinden ein mit Lammfell überzogenes Lenkrad im Winter als angenehm.

Doch Optik oder Design sind nicht die einzigen Kriterien, zumindest nicht aus Sicht der Gesetzgebung, teilt der Tüv Nord mit. Denn das Lenkrad ist die wichtigste Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug.

Laut Paragraf 35b und Paragraf 38 Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) müssen Fahrzeug und Lenkung jederzeit sicher zu bedienen sein. Jede Änderung am Fahrzeug, bei der eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist, etwa wenn die Griffigkeit am Lenkrad nicht stimmt, kann dazu führen, dass die Betriebserlaubnis erlischt.

Laut StVZO muss deshalb für nachträglich eingebaute Teile ein passendes Zertifikat vorliegen, ein anerkanntes Prüfzeugnis so der Tüv Nord. Alle Lenkradhüllen, ganz gleich ob sie aus Leder, Fell oder Textil sind, müssen über eine solche Zulassung verfügen, ansonsten werden sie bei der Hauptuntersuchung als Mangel im Prüfbericht vermerkt.