Fahnenträger Frenzel verspätet bei Olympia in Korea eingetroffen

Fahnenträger Frenzel verspätet bei Olympia in Korea eingetroffen

Mit mehr als sechsstündiger Verspätung ist der zum Fahnenträger der deutschen Olympiamannschaft gewählte Eric Frenzel am Donnerstag bei den Spielen von Pyeongchang angekommen. Um exakt 21.38 Uhr Ortszeit (13.38 Uhr MEZ) bereiteten die Gäste des gerade eröffneten Deutschen Hauses dem Olympiasieger in der Nordischen Kombination in Südkorea einen stürmischen Empfang.
"Diese Wahl ist eine große Ehre für mich. Ich hoffe sehr, dass ich das gut mache. Meine Arme sind nicht die stärksten, aber es wird schon gehen", sagte der verständlicherweise übermüdet wirkende 29-Jährige.
Ein Wechsel des Flugzeugs vor dem Start in München hatte die Verzögerung verursacht. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), zeigte sich mit der Entscheidung für den Sachsen sehr zufrieden: "Eric ist ein herausragender Sportler und tritt stets bodenständig auf - mehr geht nicht!"
Frenzel hatte sich bei der Wahl etwas überraschend gegen Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), Viktoria Rebensburg (Ski alpin), Natalie Geisenberger (Rodeln) und Christian Ehrhoff (Eishockey) durchgesetzt. Die Stimmen der Öffentlichkeit und die Stimmen der Spitzenathleten wurden mit jeweils 50 Prozent gewichtet.
Durch das Votum für Frenzel trägt erstmals seit 38 Jahren wieder ein Kombinierer die deutsche Fahne. Zuletzt war diese Ehre 1980 in Lake Placid Urban Hettich aus Schonach zuteilgeworden.