Fahnen und Unbehagen am "Tag der Nationalflagge"

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Blau-weiß-rote Fahnen in Belgrad und nicht nur dort: Serben in aller Welt waren an diesem Mittwoch dem "Tag der serbischen Einheit, Freiheit und Nationalflagge" aufgerufen, Farbe zu bekennen.

Der 15. September ist ein neuer Nationalfeier tag, der erst vor Kurzem eingeführt wurde, offiziell, um an eine Offensive bei Thessaloniki im Jahr 1918 im Ersten Weltkrieg zu erinnern - und ganz konkret, um das Nationalgefühl zu stärken, mit Flaggenappell und Waffenschau.

Er fordere alle Menschen dazu auf, am Tag der Nationalflagge die Armee zu betrachten, so der serbische Präsident Aleksandar Vucic. Serbien habe nicht umsonst in den vergangenen Jahren so viele Fortschritte gemacht.

Neues Gesetz zum Schutz des kyrillischen Alphabets

Am selben Tag verabschiedete das serbische Parlament in Belgrad ein neues Gesetz, das den Schutz und die Wahrung des kyrillischen Alphabets im öffentlichen Leben vorsieht.

Ihm sei das Ganze ziemlich egal, sagt ein Mann in Belgrad. Die Staatsführung erfinde ihre eigenen, unglaublichen Dinge und verwirre die Leute.

Politisches Kalkül?

Kritiker einer vermuten politisches Kalkül. Belgrad setzte auf die nationale Karte mit Blick auf die vorgezogenen Parlamentswahlen im nächsten Jahr.

Ein Bestreben, das bei den Nachbarn auf Balgen Unbehagen auslöst - und die Frage nach den europäischen Bestrebungen Serbiens stellt.

Bei ihrem Besuch in Belgrad am vergangenen Montag sagte die scheidende deutsche Bundeskanzlerin Merkel, bis zum Beitritt in die EU sei es noch ein weiter Weg.

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