Fachärzte sehen Intensivstationen bis mindestens März stark belastet

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Corona-Intensivpatient in Aachen

Die deutschen Intensivmediziner rechnen noch über viele Wochen mit einer angespannten Lage auf den Intensivstationen. "Der Impfstart bringt den Intensivstationen zunächst keine Entlastung", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der "Rheinischen Post" vom Samstag. "Die Impfungen werden sich im geringen Umfang auch auf den Intensivstationen wohl erst ab März oder April positiv niederschlagen."

Janssens verwies auf den geplanten Ablauf der Immunisierungskampagne. "Die erste Gruppe der Impfpersonen sind knapp neun Millionen Menschen, wir haben aber zwischen 15 und 21 Millionen vulnerable Personen in Deutschland, also Menschen, die älter sind oder eine Vorerkrankung haben." Diese gelten als besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe bei einer Corona-Infektion.

Janssens ermahnte die Bevölkerung zur Disziplin. Der harte Lockdown, der seit Mittwoch gilt, sei möglicherweise gerade noch rechtzeitig erfolgt. "Wir könnten die Lage auf den Intensivstationen gerade noch im Griff behalten, wenn jetzt alle Menschen den Rat der Politik und der Mediziner befolgen, ihre Kontakte auch an Weihnachten stark zu reduzieren."

cne/jes