Facebook: Vertrauter von Zuckerberg wird neuer Technologie-Chef

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Andrew Bosworth leitet derzeit die Hardware-Abteilung von Facebook.
Andrew Bosworth leitet derzeit die Hardware-Abteilung von Facebook.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Facebooks Technologie-Chef Mike Schroepfer hat am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er wechselt in eine Teilzeitstelle im weltweit größten Online-Netzwerk und wird 2022 als CTO von Andrew Bosworth abgelöst. Dieser leitet derzeit die Hardware-Sparte von Facebook und ist einer der engsten Vertrauten von Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Die Ernennung von Bosworth ist ein Hinweis auf die wachsende Priorität von Hardware in den Zukunftsplänen von Facebook.

Der Führungswechsel erfolgt nach einer Reihe von Berichten in der vergangenen Woche, die Aufschluss darüber geben, wie Facebook zahlreiche Probleme, die seine Dienste betreffen, entweder ignoriert oder nicht richtig angeht. Dazu gehören unter anderem die Auswirkungen, die Instagram auf die psychische Gesundheit von Mädchen im Teenageralter hat, sowie die Art und Weise, wie Facebook von Drogenkartellen in Mexiko ausgenutzt wird, um Auftragskiller zu rekrutieren. [Mehr bei CNBC und The Verge]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Am Sonntag wird der nächste Bundestag gewählt, aber auch das Berliner Abgeordnetenhaus. Als deutsche Startup-Hauptstadt betrifft das Ergebnis vor allem die junge Tech-Szene. Unsere Autorin Lisa Ksienrzyk wirft einen Blick auf die Startup-Versprechen der Parteien. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Toast, die Restaurant-Management-Softwareplattform, und das Softwareunternehmen Freshworks für Unternehmensabonnements haben an ihren Eröffnungstagen als börsennotierte Unternehmen einen Anstieg ihrer Aktien verzeichnet. Toast mit Sitz in Boston setzte seinen Börsengang am Mittwoch mit 40 US-Dollar pro Aktie über der erwarteten Spanne fest und beendete den Tag bei 62,51 Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 56 Prozent. Toast kam beim IPO auf eine Bewertung von 20 Milliarden Dollar. Die Freshworks-Aktie wurden bei 34 Dollar bewertet und schloss bei 47,55 Dollar, was einem Anstieg von 32 Prozent entspricht. [Mehr bei Bloomberg, CNBC und The Information]

Lilac Solutions, ein Startup aus Kalifornien, ist laut CNBC dabei, eine Finanzierungsrunde in Höhe von 150 Millionen US-Dollar abzuschließen. Das Startup entwickelt eine Technologie, die die Menge an Land und Süßwasser, die zur Gewinnung von Lithium benötigt wird, drastisch reduziert. Die herkömmliche Lithiumgewinnung hat potenziell schwerwiegende Folgen für die Umwelt. Die Runde wird von Chris Saccas Lowercarbon Capital und T. Rowe Price geleitet. Lithium-Ionen-Akkus sind im Einsatz, um Geräte wie Smartphones bis hin zu Elektrofahrzeugen zu betreiben. Die Nachfrage steigt rasant und Autohersteller können nicht schnell genug Partnerschaften eingehen, um Schritt zu halten. [Mehr bei CNBC]

Apple lässt Fortnite erst in den App Store zurück, wenn alle Berufungen der jüngsten Gerichtsentscheidung in der Apple-Epic-Klage erschöpft sind. Dies könnte vermutlich noch Jahre dauern. Der CEO von Epic Games, Tim Sweeney, veröffentlichte den Schritt auf Twitter. Beobachter waren davon ausgegangen, dass Fortnite nach dem ersten wichtigen Urteil im Streit zwischen Epic Games und Apple schnell in den App Store zurückfinden würde. [Mehr bei Wall Street Journal]

Elon Musk ist der Meinung, dass die Dogecoin-Gebühren sinken sollten, damit die Kryptowährung bei Einzelhandelskäufen weiter verbreitet wird. „Super wichtig, dass die Doge-Gebühren fallen, um Dinge wie den Kauf von Filmtix praktikabel zu machen“, twitterte der Tesla-Chef. Bereits im Mai hatte Musk gesagt, er arbeite mit den Dogecoin-Entwicklern zusammen, um die Effizienz der Systemtransaktionen zu verbessern. Billy Markus, ein Mitbegründer von Dogecoin, der nicht mehr an dem Projekt arbeitet, reagierte zustimmend auf Musks Tweet und forderte die Entwickler auf, ein Software-Update zu veröffentlichen. [Mehr bei Bloomberg]

Netflix hat den gesamten Katalog des beliebten britischen Kinderbuchautors Roald Dahl erworben. Dahl ist für Werke wie „Charlie and the Chocolate Factory“ und „Matilda“ bekannt. Der US-Streaming-Konzern gab am Mittwoch bekannt, dass er die Roald Dahl Story Co. gekauft hat, die die Rechte an den Charakteren und Geschichten des Schriftstellers verwaltet. Wie viel Geld das Unternehmen in die Hand nehmen musste, wurde nicht bekannt. Roald Dahl verstarb 1990 und hat einen riesigen Katalog an Geschichten hinterlassen, von denen viele schon mehrfach verfilmt wurden. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Hometogo ist durch einen Spac an die Börse gegangen. Es ist der erste Spac-IPO in Deutschland seit dem Hype um die Firmenmäntel in den USA. Gestern war der erste Handelstag, allerdings sammelte die Reiseplattform weniger Gelder als erhofft. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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