Facebook: Vor US-Wahl gab es wohl Tausende russische Anzeigen

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Vor der US-Präsidentenwahl im Herbst 2016 wurden nach Angaben von Facebook offenbar Tausende Anzeigen mit politischen Botschaften aus Russland heraus in dem weltgrößten sozialen Netzwerk geschaltet.

Viele seien von 470 „nicht authentischen“ Accounts und Seiten aufgegeben worden, die inzwischen gesperrt seien, teilte Sicherheitschef Alex Stamos am Mittwoch mit. Die Anzeigen im Wert von 100.000 Dollar hätten nicht einen einzelnen Kandidaten unterstützt. Stattdessen seien vielfach polarisierende Standpunkte zu Bereichen wie Einwanderung, Rasse und Rechte von Homosexuellen thematisiert worden — Themen, mit denen Wahlsieger Donald Trump deutlich punkten konnte. Sollten diese Ansichten auf Facebook durch aufwändige Kampagnen aus Russland verstärkt platziert worden sein, deutet es darauf hin, dass der Kreml tatsächlich ein Interesse daran verfolgte, Trump statt Clinton im Weißen Haus zu haben.

Sonderermittler Robert Mueller prüft derzeit, ob es zwischen dem Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump und der Regierung in Moskau geheime Absprachen gab und ob Russland Einfluss auf die Wahl im November nahm.

Facebook arbeitet eigenen Angaben nach mit den US-Behörden zusammen, die eine mögliche russische Einflussnahme auf die Wahl untersuchen.

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