Facebook setzt bei Erkennen von Suizid-Absichten auf künstliche Intelligenz

Mit der Eröffnung eines neuen Entwicklungszentrums baut der US-Internetriese Facebook seine Präsenz in London aus

Das Online-Netzwerk Facebook will zur Erkennung von Suizid-Absichten seiner Nutzer verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen. Entsprechende Software soll Einträge, aber auch Livestreams von Nutzern schneller nach Hinweisen auf Suizid absuchen und dann Mitarbeiter des Netzwerks benachrichtigen, teilte Facebook am Montag (Ortszeit) mit.

Dabei komme eine "Technologie zur Erkennung von Mustern" zum Einsatz, erläuterte der Facebook-Vizechef für Produktmanagement, Guy Rosen, in einem Blog. So solle etwa die Frage, ob es jemanden nicht gut gehe, als mögliches Alarmzeichen registriert werden.

Bereits im Februar hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg beklagt: "Es gab schrecklich tragische Ereignisse - wie Suizude, manche davon live übertragen, die hätten verhindert werden können, wenn jemand bemerkt hätte, was vor sich geht, und das schneller gemeldet hätte." Zur besseren Vorbeugung solcher Geschehnisse könne künstliche Intelligenz beitragen.

Facebook testet die neue Software in den USA, später soll sie aber in aller Welt zur Anwendung kommen - allerdings nicht in der Europäischen Union. Dort wird diese Form der Datenauswertung durch strengere Datenschutzbestimmungen eingeschränkt.