Facebook kontrolliert auch den Messenger

Der Skandal um den Datenmissbrauch durch die Firma Cambridge Analytica ist noch in aller Munde, da offenbart Mark Zuckerberg ein weiteres Details aus dem Facebook-Universum. In einem Interview verriet er, dass auch via Messenger versandte Nachrichten von Mitarbeitern überwacht werden.

Der Facebook-Messenger wird von Mitarbeitern überwacht (Bild: Getty Images)

Nachrichten, die über die App Messenger verschickt werden, werden ebenso kontrolliert wie die Inhalte, die auf der Facebook-Plattform veröffentlicht werden. Diese Information kam durch ein Gespräch zwischen dem Journalisten Ezra Klein und Mark Zuckerberg heraus. Klein hatte den Facebook-Chef darauf angesprochen, dass Hetzer in Myanmar Facebook nutzen, um die verfolgte Minderheit der Rohingya zu diskreditieren.

Der Messenger unterliegt denselben Datenschutzrichtlinien wie Facebook

Zuckerberg antwortete darauf, seinen Mitarbeitern sei aufgefallen, dass beide Seite das soziale Netzwerk für “hate speech“ missbrauchen, weshalb sie die Verbreitung gestoppt hätten. Im Nachgang hat Facebook gegenüber “Bloomberg“ bestätigt, dass für das Chat-Tool die gleichen Datenschutzrichtlinien gelten wie für die Facebook-Plattform.

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Melden Nutzer gesendete Nachrichten, werden diese von Mitarbeitern kontrolliert. Zudem werden auch Fotos automatisch überprüft sowie Links auf Viren untersucht. Facebook nutze diese Tools, um schnell auf Missbrauch reagieren zu können, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Dasselbe gelte auch für Instagram, das ebenfalls zu Facebook gehört.

Vom Datenmissbrauch waren noch mehr User betroffen

Zusammen mit der Nachricht, dass von dem Datenmissbrauch bei Cambridge Analytica weit mehr als die zuerst genannten 50 Millionen Nutzer betroffen waren, dürfte die Kritik an Facebook weiter wachsen. Zu den 87 Millionen Facebook-Nutzern, deren Daten abgegriffen wurden, dürften sich nun noch verstimmte Messenger-Nutzer gesellen.