Facebook beunruhigt Anleger mit Milliardeninvestitionen und steigenden Kosten

Benedikt Kaufmann
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Facebook: Die verlorene Generation

Facebook plant aus 2018 ein Investitions-Jahr zu machen. Die Kosten werden steigen – doch gleichzeitig eröffnet sich der Tech-Gigant neue Chancen langfristige Kurstreiber zu entwickeln.

Oft wurde bezüglich Facebook gewarnt: Der Zuwachs von Werbeanzeigen und Nutzern dürfte sich in diesem Jahr abschwächen. Doch bisher heißt es: Fehlanzeige, Facebook wächst ungebremst weiter.

Langfristig wird sich Facebook jedoch neue Umsatzströme sichern müssen, um weiterhin Wachstumsraten um die 50 Prozent beizubehalten. Die Steigerung der Zahl und der Preise für Anzeigen sowie das stetige Nutzerwachstum allein reicht hierfür nicht aus, denn sowohl für Werbung, als auch für die Nutzerzahl gibt es eine natürliche Grenze. Der Konzern hat daher für 2018 großzügige Investitionen angekündigt.

Die Strategie des Konzerns, in Virtuelle Realität, Video und den Newsfeed zu investieren, dürfte dafür sorgen, dass Facebook-Nutzer in Zukunft noch mehr Zeit auf der Plattform verbringen. Gleichzeitig soll auch etwas für Unternehmenskunden getan werden. So werden speziell für Firmenkunden neue Funktionen im Messenger hinzugefügt und die Analyse von Werbe- sowie Nutzerdaten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz noch genauer gemacht.

Langfristige Kurstreiber

Partnerschaften mit Medienfirmen um die Qualität der Posts zu erhöhen, 20.000 neue Arbeitsplätze für die Sicherheit und Verlässlichkeit des Newsfeeds, eine Milliarde Dollar für ein neues Data-Center. Einige Investitionsmaßnahmen hat Facebook bereits angekündigt. Anleger sollten sich durch die Investitionen aktuell nicht verunsichern lassen, denn sie haben das Potential sich zu langfristigen Kurstreibern zu entwickeln. Facebook bleibt im Tech-Sektor ein Basisinvestment – DER AKTIONÄR setzt das Kursziel auf 170,00 Euro.