Face ID antwortet auf merkwürdige Maske

Sascha Koesch


Es muss nicht immer ein Zwilling sein, nein, man kann u.U. Apples neue Face ID Technologie im iPhone X auch mit anderen Methoden austricksen. Auf der Keynote wurde zwar bestätigt, dass man selbst mit einer professionell gemachten Maske Face ID nicht kompromittieren könne, allerdings scheint es nun doch einen solchen Versuch gegeben zu haben, der klappt. Und die Maske sieht noch dazu höchst merkwürdig aus.

Bkav (einer vietnamesischen Sicherheitsfirma) soll es gelungen sein mit einer Mischung aus 2D-Bildern (Augen), 3D-Druck, künstlerisichen Eingriffen (Nase) sowie speziell hergestellter "Haut" ein iPhone X dazu zu bringen, auf diese Maske zu reagieren. Es erscheint nicht gerade wahrscheinlich, dass sich jemand für normale Nutzer diese Mühe machen wird und bislang ist noch nicht klar, wie anwendbar diese Methode wirklich ist, die Forscher betonen aber, dass man so ein Gesicht z.B. mit einer Kamera wie der des Sony XZ1 erstellen könnte, möglicherweise sogar von einfacheren Fotos. Jedenfalls bräuchte man nur ein halbes Gesicht.



Da sie ca. seit dem 5. November gebraucht haben, um diese Maske zu erstellen, kann man einerseits davon ausgehen, dass - sollte die Methode wirklich funktionieren - man diverse Fehlversuche hatte, die im Regelfall zu einem Abschalten von Face ID führen würden, man darf allerdings auch annehmen, dass sich diese Methode nach und nach perfektionieren ließe.

Da biometrische Daten im Zweifelsfall immer irgendwie ausgetrickst werden können, kann man bei dieser Methode erst mal nicht von einem Desaster für Apple sprechen.

Bkav