F1-Startgelder enthüllt: So stark sind die Kosten für die Teams gesunken

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 3 Min.

Der verkürzte Formel-1-Kalender für 2020 hat zur Folge, dass die Teams in diesem Jahr eine geringere Startgebühr zahlen werden. Das ursprüngliche Vorhaben, 22 Rennen zu veranstalten, musste wegen der Corona-Pandemie aufgegeben werden. Am Ende wurde der überarbeitete Kalender auf 17 Rennen reduziert.

Die somit begrenzte Möglichkeit, Punkte zu sammeln, bedeutet, dass die Kosten für alle gesunken sind, da das Startgeld auf der Anzahl der in der vorangegangenen Saison in der Meisterschaft erzielten Punkte basiert. So ist es als Teil einer Umstrukturierung der Formel-1-Finanzen im Jahr 2013 vereinbart worden.

Im vergangenen Jahr zahlte das dominierende Mercedes-Team noch die höchste jemals gezahlte Gebühr, nämlich satte 5.490.812 Dollar (umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro).

Weniger Punkte bedeuten niedrigeres Startgeld

Für dieses Jahr wurden die Gebühren erneut im neuesten Formel-1-Sportreglement festgelegt und scheinen gegenüber 2019 unverändert. So gibt die FIA an, dass jedes Team eine Grundeinstiegsgebühr von 556.509 Dollar (456.000 Euro) zu entrichten hat.

Darüber hinaus muss das Team, das die Weltmeisterschaft gewinnt, für jeden Punkt, der während der Formel-1-Saison 2020 erzielt wird, eine zusätzliche Gebühr von 6.677 Dollar (5470 Euro) zahlen. Für jeden anderen Rennstall im aktuellen Starterfeld betragen die Kosten 5.563 Dollar (4558 Euro) pro Punkt.

Während Mercedes nach dem Gewinn des siebten Weltmeistertitels erneut die höchste Gebühr aller Teams zahlen muss, bedeutet die geringere Punktzahl eine niedrigere Summe als im Vorjahr. In diesem Jahr waren es 573 Punkte im Vergleich zu 739. Das bedeutet das Mercedes mehr als eine Million Dollar weniger zahlen muss.

Nach mieser Saison: Ferrari "spart" am meisten

Aber es ist nicht das Team, das in diesem Jahr die größte Einsparung erfahren hat, denn Ferraris enttäuschende Saison zog eine erhebliche Reduzierung des Startgeldes nach sich.

Wurde der Rennstall aus Maranello mit 504 Punkten im Vorjahr noch Zweiter hinter Mercedes, was eine Startgebühr von 3.360.261 Dollar (2,75 Mio. Euro) bedeutete, sinkt diese nach Platz sechs mit nur 131 Punkten auf 1.285.262 Dollar (1,05 Mio. Euro).

Der größte Verlierer der gesunkenen Startgelder ist die FIA, deren Einnahmen durch den Kalender mit nur 17 Rennen drastisch reduziert wurden. Der Verlust von fünf Rennen bedeutet, dass die Einnahmen des Dachverbandes aus den Formel-1-Nenngeldern um mindestens 2.837.130 Dollar (2,32 Mio. Euro) geschrumpft sind.

Eine vollständige Übersicht über die Startgelder, die die Teams für 2021 zahlen müssen, und wie sie sich im Vergleich zum Vorjahr geändert haben, finden Sie hier:

Für die Formel-1-Saison 2021

Team - Punktebasierte Gebühr - Gesamte Startgebühr

Mercedes (573 Punkte): $3.825.921 - $4.382.430

Red Bull (319): $1.774.597 - $2.331.106

McLaren (202): $1.123.726 - $1.680.235

Racing Point (195): $1.084.785 - $1.641.294

Renault (181): $1.006.903 - $1.563.412

Ferrari (131): $728.753 - $1.285.262

AlphaTauri (107): $595.241 - $1.151.750

Alfa Romeo (8): $44.504 - $601.013

Haas (3): $16.689 - 573.198

Williams (0): $0 - $556.509

Für die Formel-1-Saison 2020

Mercedes (739 Punkte): $4.934.303 - $5.490.812

Ferrari (504): $2.803.752 - $3.360.261

Red Bull (417): $2.319.771 - $2.876.280

McLaren (145): $806.635 - $1.363.144

Renault (91): $506.233 - $1.062.742

Toro Rosso (85): $472.855 - $1.029.364

Racing Point (73): $406.099 - $962.608

Alfa Romeo (57): $317.091 - $873.600

Haas (28): $155,764 - $712,273

Williams (1): $5.563 - $562.072

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.