F-16-Abschuss: Appell von Guterres

Nach dem Abschuss eines israelischen Kampfflugzeugs durch die syrische Luftabwehr nahe der gemeinsamen Grenze hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres alle Parteien zu einer "sofortigen und bedingungslosen Deeskalation der Gewalt" aufgerufen.

Israels Luftwaffe flog am Samstag in mehreren Wellen Angriffe in Syrien und bombardierte nach eigener Darstellung "iranische Ziele" und die syrische Luftabwehr. Teheran dementiert den Einsatz einer Drohne. Die Piloten konnten sich per Schleudersitz retten. Einer von ihnen ist schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte: "Ich habe seit einiger Zeit vor den Gefahren einer Verschanzung des iranischen Militärs in Syrien gewarnt. Iran benutzt das syrische Territorium für das erklärte Ziel der Zerstörung Israels. Heute hat Iran schamlos Israels Souveränität missachtet."

Im Süden Syriens wurden Überreste von Raketen entdeckt. Anwohner berichteten, sie hätten vor dem Fund eine starke Explosion gehört und Kampfflugzeuge beobachtet. Die militärische Allianz zur Unterstützung syrischer Regierungstruppen erklärte, keine ihrer Drohnen sei in den israelischen Luftraum eingedrungen. Das israelische Militär hätte eine Luftwaffenbasis in der Nähe der syrischen Homs angegriffen. Von dort aus würden Drohnen im Kampf gegen die Miliz Islamischer Staat eingesetzt.

Der Abschuss eines israelisches Kampfflugzeugs durch die syrische Luftabwehr ist der erste Vorfall dieser Art seit fast 36 Jahren. Zuletzt sei am 6. Juni 1982 am ersten Tag des Libanonkriegs ein israelischer Kampfjet des Typs Skyhawk über dem Süden des Libanons abgeschossen worden, berichteten israelische Medien.