Fürth erster HSV-Verfolger - Kuriose Gelbe für F95-Coach

SID
·Lesedauer: 4 Min.

Die SpVgg Greuther Fürth hat das Verfolgerduell in der 2. Bundesliga für sich entschieden und marschiert weiter in der Tabelle nach vorne. Das Kleeblatt setzte sich beim VfL Bochum mit 2:0 (2:0) durch und feierte den dritten Sieg in Folge. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Fürther sind zudem auswärts in dieser Saison noch ungeschlagen und kletterten in der Tabelle mit zwölf Punkten auf den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Hamburger SV (16 Zähler).

Green scheitert an Elfer-Killer Riemann

Paul Seguin (9.) erzielte das frühe Führungstor für die Franken. Julian Green (15.) verpasste die Resultatserhöhung, als er mit einem Foulelfmeter an VfL-Torwart Manuel Riemann scheiterte. Sebastian Ernst (34.) schloss einen schnörkellosen Konter der Fürther mit dem 2:0 ab.

Wieder einmal bestachen die Süddeutschen mit ihrer spielerischen Stärke. Die Westfalen kassierten nach zuletzt zwei Siegen die erste Niederlage vor heimischer Kulisse in dieser Spielzeit. (SERVICE: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Die Gäste bestimmten die Anfangsphase, waren zielstrebiger und effektiver im Offensivspiel. Die Bochumer hatten Probleme, ihre Spielordnung nach dem Rückstand zu finden. Erst nach einer längeren Anlaufphase kam der VfL besser ins Spiel.

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Doch das 2:0 durch Ernst bedeutete einen erneuten Nackenschlag für die Bochumer, die sich sehr schwer taten und lange Zeit wenig Konstruktives zustande brachten. In der 54. Minute lenkte jedoch Fürths Keeper Sascha Burchert einen 17-m-Freistoß von Thomas Eisfeld mit den Fingerspitzen über die Latte.

Nürnberg und Düsseldorf stecken unten fest

Der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf stecken in der 2. Bundesliga weiter in den unteren Regionen fest. Durch das 1:1 (1:1) im direkten Duell treten die beiden ambitionierten Altmeister auf der Stelle und verlieren zunehmend den Anschluss zu den Spitzenteams. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der Club konnte in seinem fünften Spiel nacheinander ohne Sieg zum fünften Mal eine Führung nicht zum zweiten Saisonsieg nutzen. Denn Bundesliga-Absteiger Düsseldorf glich durch Kenan Karaman (30.) den Rückstand nach einem trotz Videobeweis umstrittenen verwandelten Handelfmeter von Manuel Schäffler (15.) wieder aus.

Den Gastgebern war in der Anfangsphase der Ehrgeiz zur Beendigung ihrer Negativserie deutlich anzumerken. Nach Schäfflers Strafstoßtreffer jedoch überließen die Platzherren wieder dem Gegner immer mehr die Initiative.

Karaman münzte die größer werdenden Spielanteile für die Mannschaft von Fortuna-Trainer Uwe Rösler, der als Profi in den 1990er Jahren für den FCN in der Bundesliga gespielt hatte, zum verdienten Ausgleich um.

Düsseldorf knüpfte nach Wiederanpfiff allerdings zunächst nicht an die Leistung aus dem ersten Abschnitt. Die Gastgeber übernahmen wieder zusehends das Kommando, entwickelten indes kaum nennenswerte Gefahr. Auch dadurch sowie mehrere Missverständnisse im Spielaufbau beider Mannschaften blieben weitere Torgelegenheiten trotz höheren Tempos Mangelware.

Für Aufregung sorgte eine gelbe Karte gegen den F95-Coach in der 60. Spielminute. Dieser applaudierte, weil der Unparteiische die richtige Einwurf-Entscheidung gefällt hatte. Schiedsrichter Schröder interpretierte dies wohl zynisch. Röslers Gesichtsausdruck zufolge war es allerdings ernst gemeinte Freude. Kurios!

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Hannover tritt auf der Stelle

Hannover 96 hat seine Heimstärke in der 2. Bundesliga nicht unter Beweis stellen können. Nach zuletzt saisonübergreifend sieben Heimsiegen in Folge kamen die Niedersachsen gegen Erzgebirge Aue über ein 0:0 nicht hinaus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Angreifer Marvin Ducksch erwies sich als Chancen-Tod aufseiten der Hausherren, die drückend in der zweiten Hälfte überlegen waren. In der 84. Minuten verlor Aue Tom Baumgart durch eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Durch die Punkteteilung gegen die Sachsen tritt 96 in der Tabelle auf der Stelle und belegt Platz fünf. Außerdem misslang die Wiedergutmachung für die schwache Leistung am vergangenen Sonntag beim 1:4 bei der SpVgg Greuther Fürth.

Aue beschränkte sich zunächst auf eine gute Defensive und störte effektiv die Bemühungen der 96er. Diese spielten zu statisch, konnten zu selten für Überraschungsmomente sorgen.

Hannover war zwar optisch überlegen, konnte allerdings die Abwehr der Gäste nur selten aus den Angeln heben. Der FC Erzgebirge, im Tabellenmittelfeld platziert, wurde im weiteren Spielverlauf mutiger, setzte den einen oder anderen Nadelstich. Allerdings ohne zählbaren Erfolg. In der 59. Minute vergaben die Hannoveraner Hendrik Weydandt und Ducksch innerhalb weniger Sekunden zweimal die Riesenchance zur Führung.

Aue ist derweil laut übereinstimmenden Medienberichten an einer Verpflichtung von Enzo Zidane, Sohn von Real-Madrid-Trainer und -Ex-Star Zinedine Zidane, interessiert. "Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Es gab mehrere Telefonkonferenzen. Enzo will nach Aue!", wurde Aue-Boss Helge Leonhardt vom Onlineportal Tag24 zitiert.

Mittelfeldspieler Enzo Zidane ist zurzeit vereinslos, in der vergangenen Saison trat er für den spanischen Zweitligisten UD Almeria in Aktion.