Für Versicherer war Gewittersommer ein ganz normaler Schadenssommer

Der diesjährige Sommer wird von vielen Menschen vor allem mit Gewittern und Starkregen in Verbindung gebracht - für die Versicherer war es ein ganz gewöhnlicher Sommer. Es habe regional stark unterschiedliche Wetterverhältnisse gegeben

Der von vielen Menschen vor allem mit Gewittern und Starkregen in Verbindung gebrachte diesjährige Sommer war für die Versicherer ein ganz gewöhnlicher Sommer. Es habe regional stark unterschiedliche Wetterverhältnisse gegeben, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin. Während in Berlin und Brandenburg Ende Juni durch Dauerregen Schäden von rund 60 Millionen Euro entstanden, sei es an anderen Orten schön geblieben.

"Die Starkregenereignisse haben zwar für deutliche Schäden gesorgt ? aber eben nur lokal begrenzt", erklärte Olaf Burghoff, Leiter Sachstatistik beim GDV. So stehe dem starken Regen in Berlin oder im Harz eine hohe Zahl an Sonnentagen im Süden Deutschlands gegenüber. In Regensburg sei es an 27 Tagen mehr als 30 Grad Celsius heiß gewesen - häufiger als in den Jahrhundertsommern 1947 und 1994.

Laut GDV sind extreme Wetterlagen mit örtlich beschränkten Regenfällen in Deutschland nichts Ungewöhnliches. 2014 habe ein Starkregen Münster fast komplett unter Wasser gesetzt, im vergangenen Jahr habe es dann bei den Sommerunwettern in Bayern und Rheinland-Pfalz Schäden von 1,2 Milliarden Euro gegeben. Der diesjährige Sommer dürfte insofern in der Schadensstatistik eher als durchschnittlich eingeordnet werden.