Für MRT-Untersuchung weiterhin zum Radiologen

Für eine MRT-Untersuchung müssen gesetzlich krankenversicherte weiterhin einen Radiologen aufsuchen. Diese Beschränkung ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschied. Es wies damit eine Beschwerde von Eckart Fleck ab, früherer Direktor des Deutschen Herzzentrums in Berlin. (Az: 1 BvR 3042/14)

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das insbesondere zur Diagnose in der Medizin eingesetzt wird. Dabei macht das Gerät quasi scheibenweise Aufnahmen etwa eines Gelenks oder eines inneren Organs, die dann im Computer zu dreidimensionalen Bildern zusammengesetzt werden können. Die Untersuchung dauert deutlich länger als die Computertomografie, kommt aber ohne radioaktive Strahlen aus.

Fleck ist Facharzt für innere Medizin mit dem Schwerpunkt Kardiologie, also Herzkrankheiten. Er verfügt über eine fachgebundene MRT-Zusatzweiterbildung. Im ärztlichen Berufsrecht ist eine solche Weiterbildung möglich, mit den gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Fachärzte aber dennoch keine MRT-Leistungen abrechnen.

Das Bundessozialgericht in Kassel hatte 2014 eine hiergegen gerichtete Klage Flecks abgewiesen. Die Trennung von MRT und Fachärzten sei wegen der hohen Kosten der Untersuchung gerechtfertigt. Andernfalls bestünden Anreize, dass Fachärzte sich selbst Patienten zur MRT-Untersuchung überwiesen.

Dies bestätigte nun auch das Bundesverfassungsgericht. Die Beschränkung sei sachlich gerechtfertigt, der Gleichheitsgrundsatz daher nicht verletzt. Neben der Wirtschaftlichkeit betonten die Karlsruher Richter auch, die Beschränkung auf Radiologen trage zu einer hohen Qualität der Untersuchungen bei. Auf die Qualifikation des Arztes im Einzelfall komme es dabei nicht an.