Für 40 Millionen Euro: Easyjet übernimmt Teile des Air-Berlin-Betriebs in Tegel

Mit dem Kauf der Air-Berlin-Anteile steigt Easyjet zur größten Airline in der Hauptstadt auf

Berlin. Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist komplett zerschlagen. Der britische Billigflieger Easyjet übernimmt für 40 Millionen Euro Teile des Betriebs am Flughafen Berlin-Tegel, wie beide Unternehmen nach langen Verhandlungen in der Nacht zu Samstag mitteilten. Zudem wird Easyjet für 1000 Mitarbeiter in Berlin Stellen ausschreiben.

Die Gewerkschaft Verdi begrüßte den geplanten Verkauf an Easyjet. "Es ist eine gute Nachricht, dass nun auch Easyjet einen Teil der insolventen Air Berlin kauft, weil damit rund 1000 Arbeitsplätze gesichert werden können", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle. Die neuen Mitarbeiter würden "in den kommenden Monaten eingestellt", auf der Grundlage von mit der Gewerkschaft Verdi ausgehandelten Tarifverträgen, teilte Easyjet mit. Behle erklärte, für die Beschäftigten solle es keine materiellen Einbußen geben. "Das gibt sehr vielen Beschäftigten von Air Berlin eine reelle Chance und berufliche Sicherheit für die Zukunft."

AB6210: Das war der letzte Flug der Air Berlin

Der letzte Flieger der Air Berlin landete um 23.46 Uhr in Tegel - und wurde von rund 2000 Mitarbeitern und Zuschauern empfangen.

Zuletzt hatte sich auch die Thomas-Cook-Tochter Condor um die letzten Unternehmensanteile bemüht. Vor rund zwei Wochen wurde sich die zweitgrößte deutsche Airline bereits mit der Lufthansa über den Kauf von mehreren Unternehmensteilen einig. Zudem hatte die Berliner Zeitfracht-Gruppe im Frachtbereich zugegriffen.

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