Fünf Themen des Tages: Keine Entwarnung nach UBS, Delta bremst

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(Bloomberg) -- Keine Entwarnung nach UBS-Zahlen, Delta bremst Bürorückkehrer, europäische Aktien erholt, Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar, und China weist Hacking-Vorwürfe zurück. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Keine Entwarnung nach UBS-Zahlen

Die UBS hat gerade einen beeindruckenden Gewinn verkündet und ist einer der besten Performer in einem sich erholenden europäischen Aktienmarkt. Zuletzt gehörten die Banken zu den großen Verlierern, da die Delta-Variante die Befürchtung aufkommen ließ, dass der wirtschaftliche Aufschwung ins Stocken geraten könnte. Da der Beginn der Berichtssaison für das zweite Quartal mit Zeichen einer wirtschaftlichen Eintrübung zusammenfällt, könnte es für Unternehmen, die die Erwartungen nicht erfüllen, hart werden, schreibt Heather Burke im Markets Live Blog. Und selbst große positive Überraschungen könnten nicht belohnt werden. Banken im Euroraum stünden weiterhin vor den bekannten Problemen von negativen Zinsen bis hin zu sinkenden Anleiherenditen. Zudem habe die EZB ihre Bereitschaft signalisiert, die Bankdividenden zunächst weiter niedrig zu halten.

Delta bremst Bürorückkehrer

Apple hat den geplanten Termin für die Rückkehr seiner Mitarbeiter in die Büros wegen der aufflammenden Corona-Pandemie um mindestens einen Monat verschoben, berichten informierte Kreise. Der iPhone-Hersteller ist damit einer der ersten US-Tech-Giganten, der Normalisierungspläne aufschiebt. Der Anteil der Büroarbeiter in 10 der größten US-Geschäftsbezirke lag in der Woche zum 14. Juli bei 34,5% des Niveaus vor Covid, laut Daten von Kastle Systems. Allerorten schreiten unterdessen die Vorbereitungen auf dauerhaft weniger Büropräsenz voran. Hauck & Aufhäuser stellt sich für die Zeit nach der Pandemie auf einen Homeoffice-Anteil von knapp einem Drittel ein. Der Hauptsitz in Frankfurt in der Kaiserstraße 24 wird kernsaniert und auf eine neue Arbeitswelt vorbereitet, in der teilweise auf fest zugeordnete Schreibtische verzichtet wird.

Europäische Aktien erholt

Nach dem Kurssturz vom Montag stabilisierten sich europäische Aktien. Der Stoxx Europe 600 Index beendete seine viertägige Verlustserie in einer breit angelegten Erholung, die von Rohstoffwerten angeführt wurde. “Da es kaum Zweifel daran gibt, dass die Zentralbanken alles tun werden, um eine signifikante Verschärfung der finanziellen Bedingungen zu verhindern, was bedeutet, dass immer noch eine Menge Liquidität bereitsteht, um in Rücksetzer hinein zu kaufen, denken wir, dass die Marktbewertungen aus mittelfristiger Sicht beginnen, attraktiv zu sein”, schrieb Xavier Chapard von Credit Agricole. Dennoch “sind wir nicht sicher, ob die Märkte die Risiken, die durch die neuen Epidemieentwicklungen verursacht werden, bereits vollständig eingepreist haben”, fügte er hinzu. In Deutschland stiegen Delivery Hero, zusammen mit anderen Lieferdiensten in Europa.

Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar

Der Bitcoin-Ausverkauf hat sich am Dienstag beschleunigt und das Kryptoasset erstmals seit etwa einem Monat unter die Marke von 30.000 Dollar gedrückt. Auch andere virtuelle Währungen wie Ether verlieren, ebenso wie Krypto-Aktien. Einige Händler hatten 30.000 Dollar als wichtige Unterstützung angesehen, nach deren Durchbrechen der Weg zu weiteren Verlusten offen sein könnte. Bitcoin erlitt in letzter Zeit wiederholt Rückschläge, wie etwa Chinas regulatorisches Vorgehen und Druck auf die US-Behörden durch Finanzministerin Janet Yellen, die Prüfung neuer Regeln zu beschleunigen. Den Test seiner Attraktivität als Inflationsabsicherung hat der Coin angesichts jüngst stark anziehender Preissteigerungsraten eher nicht bestanden und der Krypto-Welt gehen die Jünger aus.

China weist Hacking-Vorwürfe zurück

China hat die Anschuldigungen der USA, Großbritanniens und ihrer Verbündeten zurückgewiesen, dass Akteure mit Verbindungen zur Regierung in Peking hinter einem Microsoft-Exchange-Hack und anderen “bösartigen Cyber-Aktivitäten” stecken. “Die USA haben sich mit ihren Verbündeten zusammengetan und eine ungerechtfertigte Anschuldigung gegen China in Sachen Cybersicherheit erhoben”, so ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Die westlichen Vorwürfe lauten, dass die chinesische Regierung der Drahtzieher hinter einer Reihe von bösartigen Ransomware-, Daten-Diebstahl- und Cyber-Spionage-Angriffen gegen öffentliche und private Einrichtungen gewesen sei. Die Palette von Spannungen zwischen China und den USA - von der Xinjiang-Politik über Hongkong und Taiwan bis hin zu den Ursprüngen des Coronavirus - ist damit um ein Element reicher. Microsoft begrüßte die Aufklärungsbemühungen, nachdem das Unternehmen den Hack chinesischen Akteuren zugeschrieben hatte.

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