Fünf Themen des Tages: Deutschland ist abgeschlagen, Kim dünner

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(Bloomberg) -- Deutschland in Covid-Ranking abgeschlagen, Briten blocken Binance, europäische Aktien fallen, UBS gestattet Hybrid-Arbeit, und Kim Jong Un hat abgenommen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Deutschland in Covid-Ranking abgeschlagen

Fast anderthalb Jahre nach Beginn der Pandemie werden die besten und schlechtesten Orte auf der Welt in Zeiten von Covid-19 zunehmend durch eine Sache definiert: Normalisierung. Im Bloomberg Covid Resilience Ranking wurden zwei neue Messgrößen eingeführt, die Reisemöglichkeiten erfassen und die bestehenden Messgrößen ergänzen. Dies hat zu dramatischen Veränderungen in den Ranglisten geführt. Die USA sind die Nummer 1, die Schweiz liegt auf Rang 3, Frankreich auf Rang 5 vor Spanien und Großbritannien auf Rang 9. Dank strenger Lockdowns, Reisebeschränkungen und restriktiver Vorschriften für geimpfte Reisende kommt Deutschland auf Rang 28. Die europäischen Regierungen werden angesichts der grassierenden Delta-Variante vorsichtiger, Aktien von Fluggesellschaften fielen zum Wochenbeginn.

Briten blocken Binance

Die Finanzaufsichtsbehörde FCA hat der britischen Binance-Einheit verboten, regulierte Geschäfte im Land zu tätigen. Es ist einer der bislang bedeutendsten Schritte einer Regulierungsbehörde beim Vorgehen gegen die Kryptoindustrie. Der Handel mit Krypto-Währungen ist in Großbritannien nicht reguliert, wohl aber beispielsweise der mit Derivaten auf diese Assetklasse. Unterdessen legt Bitcoin den zweiten Tag in Folge zu, nachdem im letzten Ausverkauf die Unterstützung bei 30.000 Dollar gehalten hatte. Die größte Kryptowährung notierte zuletzt um die $35.000. Sofern es um Absicherung gegen Inflation, Währungsschwankungen und breite Marktrisiken geht, ist Gold immer noch der Champion und Bitcoin nur der Titel-Anwärter, schreibt Eddie van der Walt.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien sind am Montag aufgrund von Sorgen über die Ausbreitung der Delta-Variante niedriger in die Woche gestartet. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,2% im Minus, wobei Aktien aus den Bereichen Reise, Banken und Energie am stärksten nachgaben. Der Stoxx Travel Index rutschte um 2,8% ab. Trotz der gedrückten Stimmung am Montag bleiben die Anleger weitgehend positiv gegenüber europäischen Aktien eingestellt. “Viele Leute sind besorgt, dass wir den Höhepunkt des Wachstums bereits überschritten haben. Dem würden wir nicht zustimmen”, sagte Hani Redha von PineBridge Investments. “Wir glauben, dass es in den nächsten zwei bis drei Monaten noch einen weiteren Beschleunigungsschub geben wird und solange das geschieht, würden wir erwarten, dass Aktien weiter steigen werden”. In Deutschland gaben Tui um bis zu 4,4% nach.

UBS gestattet Hybrid-Arbeit

Die UBS wird informierten Kreisen zufolge bis zu zwei Dritteln ihrer Mitarbeiter dauerhaft ein hybrides Modell aus Heim- und Büroarbeit erlauben. Darin sieht die Bank einen Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern aus den USA, die weniger Flexibilität zulassen. Eine bankinterne Analyse habe gezeigt, dass zwei Drittel der Stellen für hybrides Arbeiten geeignet sind. In die Röhre schauen Händler und Filialmitarbeiter, die vor Ort arbeiten müssen. Die Initiative für das Hybridmodell ging von CEO Ralph Hamers höchstpersönlich aus, hieß es. Dessen früherer Arbeitgeber, die ING Groep, will ihren Kunden in Deutschland künftig ein Verwahrentgelt von 0,5% für Guthaben über 50.000 Euro aufbrummen. Etwa 700.000 Kunden dürften von der Entscheidung betroffen sein.

Kim Jong Un hat abgenommen

Nordkoreaner sind in Tränen ausgebrochen, als sie einen drastisch abgespeckten Kim Jong Un sahen. Zumindest wenn man einem Bürger glauben darf, der sich entsprechend im Staatsfernsehen äußerte. Die Menschen waren “untröstlich, als sie die abgemagerte Gestalt des verehrten Genossen General sahen”, so die nicht namentlich genannte Person. Der 37-jährige Oberste Führer tauchte im Juni wieder in der Öffentlichkeit auf, mit einer deutlich schlankeren Figur, nach weitgehender Abwesenheit im Mai. Bei einem Auftritt gab er die ungewöhnliche Warnung vor einer “angespannten” Versorgungslage mit Nahrungsmitteln heraus. Der Staatspropaganda steht ein riesiges Vermögen der herrschende Kim-Familie gegenüber, inklusive palastartiger Residenzen und einer weltweit führenden Cognacsammlung. Seine 12.000-Dollar-Uhr aus der Schweiz muss Kim wohl nun enger schnallen.

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