Fünf Studenten wollen Augmented Reality für jedes Smartphone ermöglichen

John Stanley Hunter
The Aryzon Founders

Google startete vor ein paar Jahren eine kleine Revolution: Aus Pappe baute der Tech-Riese eine Virtual-Reality-Brille (VR), die für jeden bezahlbar ist. Jeder, der ein Smartphone hat, kann sich seitdem Videos in der VR anschauen.

Fünf Niederländer haben diese Idee zu etwas noch viel spannenderem weiterentwickelt: Eine erweiterte Realität, also Augmented Reality (AR) für jedes Smartphone. Dafür brauchen sie eine Finanzierung von 25.000 Euro, die sie über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammeln wollen. Die Idee kommt offenbar gut an: Mit vier verbleibenden Tagen für ihre Aktion haben die Aryzon-Gründer bereits fast das vierfache des Ziels eingesammelt, 2.526 Menschen gaben insgesamt 98.193 Euro (Stand Donnerstag).

Idee aus dem Innovationslabor der Universität Twente

Mitgründer Alex Ceha sagte im Gespräch mit Business Insider, das Startup könne die zusätzlichen 75.000 Euro gut gebrauchen. „Wir wollen uns jetzt auf die Software hinter dem AR-Headset konzentrieren“, sagt er. Bei dem Kickstarterprojekt hätten die fünf Industriedesigner bewusst ein niedriges Ziel gesetzt, unter anderem um zu testen, wie die Idee ankommt. Damit sei der erste Schritt in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls getan, freut sich Ceha.

Wir werden sowieso kopiert, außerdem profitiert der gesamte Markt davon, wenn es weiterentwickelt wird.

Das Design des Headsets ist absichtlich nicht patentiert. „Wir werden sowieso kopiert, außerdem profitiert der gesamte Markt davon, wenn es weiterentwickelt wird“, so der Niederländer. Das gleiche Prinzip verfolgen sie auch beim entwickeln der Software: Das System funktioniert nach dem Open-Source-Prinzip, kreative Köpfe aus aller Welt können also mitmachen.

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