Fünf Festnahmen bei Razzia gegen organisierten Drogenhandel in Nordrhein-Westfalen

Bei einer Razzia gegen den organisierten Drogenhandel haben Ermittler in Nordrhein-Westfalen fünf Menschen festgenommen. Sie sollen mit Marihuana und Amphetamin gehandelt und Plantagen betrieben haben, wie die Polizei in Dortmund am Dienstag mitteilte. Die Ermittler hatten bereits zuvor zwei professionell betriebene Marihuanaplantagen identifiziert.

Diese sowie eine dritte Plantage wurden im November zufällig bei zwei Razzien in Erwitte, Soest und Bad Sassendorf ausgehoben. Die Ermittler beschlagnahmten mehrere hundert Marihuanapflanzen, 23 Kilogramm Haschisch sowie Grundstoffe zur Herstellung von Amphetamin. Bereits damals wurde ein Beschuldigter festgenommen, er befindet sich in Untersuchungshaft.

Seit Oktober 2020 wurde gegen die Gruppe ermittelt. Ausgangspunkt dafür war die Auswertung entschlüsselter Daten des Messengerdiensts Encrochat. Über dieses Netzwerk kommunizierten mutmaßliche Verbrecher aus dem Bereich der organisierten Kriminalität europaweit. Die Auswertung der Chats führte nun zur Identifizierung der Hintermänner, welche die Plantagen seit 2020 betrieben haben sollen.

25 Objekte im Hochsauerlandkreis, im Märkischen Kreis, in Dortmund und in Soest wurden am Dienstag durchsucht. In einem Haus wurde eine Marihuanaplantage mit rund 300 Pflanzen entdeckt. Ein weiterer Verdächtiger wurde in diesem Zusammenhang vorläufig festgenommen.

ald/cfm