Fünf deutsche Bergsteiger stürzen in Österreich in den Tod

Alpen im Sommer

Beim schwersten Bergunglück in den österreichischen Alpen in dieser Saison sind fünf Alpinisten aus Bayern in den Tod gestürzt. Der sechste Bergsteiger der Seilschaft überlebte den Absturz auf der Mannlkarscharte bei Zell am See am Sonntag mit schweren Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen, wie die Bergungskräfte mitteilten.

Die Seilschaft hatte offenbar versucht, einen steilen vereisten Gletscherhang in rund 3000 Metern Höhe zu erklimmen. Nach Erkenntnissen der Bergungskräfte war einer der Wanderer ausgerutscht und riss die anderen mit in die Tiefe. Sie stürzten 200 Meter weit über Eis und Felsen.

Eine weitere Seilschaft wurde zur Zeugin des Bergdramas. Die Wanderer hätten sich mit aller Kraft bemüht, den Absturz zu verhindern, berichteten sie. "Die zwei letzten versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich", sagte der Einsatzleiter der Bergrettung Krimml, Franz Gensbichler.

Die Bergung der Opfer gestaltete sich wegen des unwegsamen und steinschlaggefährdeten Geländes zunächst schwierig. Bei dem Unglück unterhalb der Mannlkarscharte handelt es sich um den bislang folgenschwersten Unfall dieser Saison in den österreichischen Alpen. Jeden Sommer kommen dort dutzende Bergsteiger bei Unfällen ums Leben.