Führungswechsel bei der Deutschen Bank?

Marco Bernegg
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Deutsche Bank besteht Stresstest in den USA – aber…

Er sollte eigentlich den großen Umbruch einleiten. Doch John Cryan – CEO der Deutschen Bank – ist unter den Investoren über die Jahre mehr und mehr unter Druck geraten. The Times berichtet nun über einen möglichen Führungswechsel beim größten deutschen Geldhaus.

Obwohl der Vertrag Cryans erst 2020 endet, ist die Bank laut der britischen Zeitung bereits auf der Suche nach einem Nachfolger und soll schon beim Europa-Chef von Goldman Sachs Richard Gnodde angefragt haben. Weitere Kandidaten für den Posten könnten Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier oder der Chef von Standard Chartered, Bill Winters, sein.

Als Grund nennt die Times ein schlechtes Verhältnis zwischen Cryan und Aufsichtsratschef Paul Achleitner. In Bezug auf den Umbau der Bank sollen die beiden Führungskräfte öfters aneinandergeraten. „Es ist klar, dass das Verhältnis zwischen dem Vorstandschef und dem Aufsichtsratschef zerbrochen ist“, schreibt die Times.

Die Hoffnung auf frischen Wind in der Führungsetage stimmt die Anleger offensichtlich positiv. Die Deutsche Bank notiert im Tagesverlauf rund 1,5 Prozent im Plus. 

Die Aktie befindet sich trotzdem noch auf Tauchfahrt. Der jüngste Verkaufsdruck wurde letzte Woche durch CFO James von Moltke ausgelöst, der schlechte Zahlen im Kapitalmarktgeschäft prognostizierte. Von einem Einstieg wird deshalb abgeraten.