Auf Führungskräfte wartet im neuen Unternehmen oft ernüchternder Empfang

Auf Führungskräfte wartet im neuen Unternehmen oft ernüchternder Empfang

Wenn Führungskräfte das Unternehmen wechseln, erwartet sie im neuen Job oft ein ernüchternder Empfang. Mehr als jeder dritte Manager und Geschäftsführer (37 Prozent) erhält am ersten Arbeitstag in der neuen Firma kein persönliches Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten, wie aus einer Studie der Baumann Unternehmensberatung hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Blumen oder ein Willkommensgeschenk versüßen demnach nur rund jeder zehnten Führungskraft (elf Prozent) den Jobantritt.

Für die Untersuchung befragte die Unternehmensberatung im August insgesamt 236 Führungskräfte quer durch alle Branchen. Dabei gaben lediglich 14 Prozent der Befragten an, nach dem Jobwechsel eine Einführungsveranstaltung zum Kennenlernen des neuen Unternehmens erhalten zu haben. 34 Prozent wurden nicht durch das Unternehmen geführt und 31 Prozent wurde ihr Mitarbeiterteam nicht vorgestellt.

Die Studie zeige, dass Unternehmen die Bedeutung der Aufnahme und Eingliederung von neuen Führungskräften an Bord, "massiv unterschätzen", erklärte Michael Faller, Geschäftsführer bei der Baumann Unternehmensberatung Executive Search. Wenn sich ihr Chef am ersten Tag keine Zeit für ein intensives persönliches Gespräch nehme und es dafür keinen triftigen Grund gebe, sei dies für die Betroffenen "schlicht demotivierend".