Förderung für Klima-Investitionen in sozialen Einrichtungen verlangt

·Lesedauer: 2 Min.
Umweltministerin Svenja Schulze

Eine ökologische Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft haben Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege gefordert. Diese sei erforderlich, damit Kitas, Pflegeheime und Krankenhäuser die erforderliche Transformation stemmen könnten, hieß es am Dienstag nach einem Spitzengespräch in einer gemeinsamen Erklärung. Genannt wurden die energetische Gebäudesanierung, die Umstellung auf umweltfreundlichere Fahrzeugflotten und weitere Investitionen.

"Aufgrund ihrer spezifischen Finanzierung können soziale Dienste und Einrichtungen das nicht ohne zusätzliche Hilfe schaffen", hieß es in der Erklärung weiter. Zudem sei die Sozialwirtschaft "auf ihrem Weg zum klimaneutralen Arbeiten auf externen Sachverstand angewiesen". Diesen soll ein neues Beratungszentrum zur Verfügung stellen.

"Klimaschutz ist längst nicht mehr nur ein Thema für die Umweltpolitik, sondern betrifft alle Bereiche", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie wies darauf hin, dass es bereits verschiedene Fördermöglichkeiten gebe, etwa für Elektroautos oder mehr Sonnenschutz zur Anpassung an Folgen des Klimawandels. Gleichwohl werde "in den nächsten Jahren noch mehr nötig sein, damit Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime ihren Beitrag zu einem klimaneutralen Deutschland leisten können".

"Die Freie Wohlfahrtspflege kann einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen Deutschlands leisten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen", erklärte der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), Ulrich Lilie vom evangelischen Sozialverband Diakonie. Langfristig müsse die Finanzierung dafür dauerhaft verankert werden. "Kurzfristig benötigen wir passgenaue Förderprogramme, um beispielsweise Sanierungen anzugehen und Stellen für Personen zu schaffen, die solche Maßnahmen vor Ort begleiten", erklärte Lilie weiter.

An der Initiative beteiligt sind auch die Verbände AWO, Deutscher Caritasverband, der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

Derzeit gibt es bereits die Förderprogramme "Sozial und Mobil" sowie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen". Beide waren im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung im vergangenen Jahr gestartet worden. Für die Klimaanpassung überreichte Schulze am Dienstag neue Förderbescheide an Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Insbesondere Folgen von Hitzewellen sollen damit abgemildert werden.

bk/cne/pw