Ein Frankreich-Star könnte Alabas Traum zerplatzen lassen

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 3 Min.

David Alaba ist beim FC Bayern auf Abschiedstournee.

Nach zwölf Jahren in München ist ein ablösefreier Wechsel des Österreichers im Sommer wahrscheinlich. Im Bayern-Dress ist der 28-Jährige beim 5:2-Sieg gegen Mainz 05 somit in sein letztes Halbjahr beim deutschen Rekordmeister gestartet. (Service: ERGEBNISSE und SPIELPLAN der Bundesliga)

Doch wohin zieht es Alaba und wann fällt er seine Entscheidung?

Unlängst berichtete die Marca, dass sein Wechsel zu Real Madrid bereits so gut wie sicher sei und der Verein ihm einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt in Höhe von zehn Millionen Euro netto geben wolle.

Real bei Alaba in der Pole-Position?

Nach SPORT1-Informationen sind die Königlichen tatsächlich einer der Topklubs, die sich um Alaba bemühen. Eine Wechsel-Entscheidung soll der Defensiv-Allrounder aber noch nicht getroffen haben, wie SPORT1 aus seinem nahen Umfeld erfahren hat. Vielmehr heißt es dort, dass mit keiner schnellen Entscheidung zu rechnen sei, weil man zum einen noch viel Zeit habe und zum anderen weitere Optionen geprüft werden sollen.

Seit dem 1. Januar darf Alaba offiziell mit anderen Vereinen verhandeln. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung nahmen die Bayern bereits vor Wochen vom Tisch, weil man sich mit dem Alaba-Management vor allem in Gehaltsfragen nicht einigen konnte.

Nach SPORT1-Informationen ist ein Alaba-Verbleib beim FC Bayern nahezu ausgeschlossen. Sein Berater Pini Zahavi, der die Verhandlungen zusammen mit Alaba-Vater George führt, hat andere Pläne für seinen Schützling und ist an weiteren Gesprächen mit den Bayern-Bossen derzeit nicht interessiert.

Doch was will Alaba? Jahrelang galt Spanien als sein bevorzugtes Ziel, würde er die Bayern eines Tages verlassen (SPORT1 berichtete).

Auch Chelsea und Paris wohl in der Verlosung

Seitdem der 73-maloge österreichische Nationalspieler Zahavi mit ins Boot geholt hat, ist ein Wechsel nach England oder Frankreich ebenso möglich. Der FC Chelsea und Paris Saint-Germain sind mit in der Verlosung um einen Alaba-Transfer. Dennoch scheinen die Madrilenen in der Pole-Position zu sein.

"Nachdem Real im Sommer nach über 40 Jahren erstmals keinen Spieler verpflichtet hat, sind die Erwartungen nach dieser Saison umso höher. Dann muss ein großer Name präsentiert werden, und Alaba wäre so einer. Er kommt, wie damals Toni Kroos, vom FC Bayern und hat enorme Qualität. Er würde in Spanien gut ankommen, aber der absolute Königstransfer wäre Kylian Mbappé aus Paris", sagt Spanien-Experte und Real-Insider Miguel Gutiérrez im Gespräch mit SPORT1.

Bei den Spaniern dürfte Alaba vor allem in der Viererkette gefragt sein, obwohl seine erklärte Wunschposition das defensive Mittelfeld ist. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Was will Alaba?

"In der Innenverteidigung ist Real dünn besetzt: Sergio Ramos könnte den Verein verlassen, weil sein Vertrag ausläuft. Dann hätte man nur noch Raphaël Varane und den ewigen Joker Nacho Fernández, da Éder Militão abgegeben werden könnte. Er ist ein Transferflop. Links bahnt sich ein Abgang von Marcelo an, wodurch nur noch Ferland Mendy zur Verfügung stünde", sagt Gutiérrez.

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Für eine schnelle Entscheidung im Alaba-Poker spricht, dass die Vereine, auch Real, möglichst schnell Planungssicherheit für die kommende Spielzeit haben wollen.

Dagegen spricht die Corona-Krise oder die Möglichkeit, dass für Alaba schlichtweg noch keine konkreten Anfragen vorliegen. Oder führt der Faktor Zeit am Ende sogar dazu, dass sich die Bayern und das Alaba-Management doch nochmal aufeinander zubewegen?

Alaba schweigt zu diesem Thema. Sein großes Ziel sind weitere Titel mit den Bayern. Allen voran die Verteidigung des Henkelpotts in der Champions League.