Fährbetriebe an der Küste melden kaum erhöhtes Rückreiseaufkommen

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EMDEN (dpa-AFX) - Trotz der verschärften Corona-Regeln sehen die Fährbetriebe an der ostfriesischen Nordseeküste aktuell kaum ein erhöhtes Reiseaufkommen. Der Fährverkehr laufe "in ruhigen Bahnen", sagte die Sprecherin der AG Ems, Corinna Habben, am Montag in Emden. Zwar seien am Wochenende wegen einer etwas erhöhten Nachfrage nach Fahrten zwischen Borkum und Emden mehr Fähren unterwegs gewesen. Für diese Woche sei dies aber nicht erkennbar. Dadurch, dass Feriengäste ihre Urlaube auf der Insel noch beenden dürfen, erwarte die Reederei, dass der Rückreiseverkehr schrittweise erfolge.

Eine ähnliche Prognose gibt auch die Reederei Norden Frisia, die Fahrten von und nach Norderney und Juist anbietet. "Wir gehen davon aus, dass sich die Abreise der Gäste auf die nächsten Tage oder Wochen verteilen wird", sagte Reederei-Sprecher Fred Meyer. Zwar seien bis Sonntag auch noch Gäste angereist, nun brächten die Fähren jedoch nur noch Schüler und Pendler auf die Inseln. Wegen einer bereits geringeren Nachfrage zwischen Juist und dem Festland seien zuletzt schon kleinere Fähren im Einsatz gewesen.

Dem Beschluss von Bund und Ländern vergangener Woche zufolge sollen von diesem Montag an Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Hotels dürfen nun keine neuen Gäste mehr aufnehmen. Wer schon im Urlaub ist, darf ihn aber noch regulär beenden. Eine konkrete Frist bis wann Gäste abgereist sein müssen, gibt es nicht.

In Schleswig-Holstein gilt eine andere Regelung. Wer seinen Aufenthalt am 29. oder 30. Oktober begonnen hat, muss spätestens an diesem Mittwoch seine Heimreise antreten. Und wer am Samstag oder Sonntag noch auf die Inseln gefahren ist, muss diese spätestens zum Dienstag verlassen haben.