EZB will sich mit neuem Instrument auf öffentliche Anleihen konzentrieren

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich mit ihrem neuen geldpolitischen Instrument TPI auf den Ankauf öffentlicher Wertpapiere konzentrieren. Dazu zählen etwa Staatsanleihen. Die Restlaufzeit der Papiere solle sich zwischen einem und zehn Jahren bewegen, teilte die EZB nach ihrer Zinssitzung am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Kauf privater Wertpapiere, etwa Unternehmensanleihen, könne erwogen werden, falls dies erforderlich sei.

Die Notenbank hatte am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung ein neues Instrument mit dem Namen Transmission Protection Instrument (TPI) ins Leben gerufen. Es soll helfen, die Geldpolitik der Notenbank gleichmäßig in die 19 Euroländer zu übertragen. Der EZB-Rat erachtet das Instrument angesichts der begonnenen geldpolitischen Straffung als erforderlich. Es soll gegen "ungerechtfertigte und ungeordnete" Marktbewegungen helfen, die nicht durch länderspezifische Fundamentalentwicklungen erklärbar sind.

Das Ausmaß der jeweiligen Käufe hänge vom jeweiligen Risiko für den geldpolitischen Übertragungsweg ab und sei zunächst (ex ante) unbegrenzt. Bei seiner Entscheidung über mögliche Anleihekäufe will der EZB-Rat vier Kriterien berücksichtigen, darunter die Befolgung fiskalischer EU-Vorgaben, die Abwesenheit makroökonomischer Ungleichgewichte, fiskalische Nachhaltigkeit sowie die Qualität der Wirtschaftspolitik.

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